Designkrefeld / Publikationsreihe

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Leider drucken wir immer nur eine kleine Anzahl der A5 großen Hefte in unserer eigenen Druckwerkstatt und können deshalb keine abgeben. Wer trotzdem mal blättern möchte kann dies hier tun.

Sebastian

In Zeiten digitaler Vernetzung und direkter Kommunikation könnte man doch auch einfach mal wenige Wochen vorher etwas erwähnen und auf Interesse hin (welches durchaus gegeben ist), dann eine höhere Stückzahl drucken. Oder nicht?

nora

Das ist komplizierter als gedacht. Format und Auflage ist abgestimmt auf die Möglichkeiten unserer Maschinen und unserer Mitarbeiter in der Druckwerkstatt. Wir haben im Haus gar nicht die Manpower eine höhere Auflage zusammenzutragen und zu binden. Und ich möchte es eben gern im Haus drucken lassen, solange wir noch diese Offsetmaschine da stehen haben. Ausserdem ist der Vertrieb über die Hochschule auch immer ein Riesen Akt. Ich werde einige Exemplare zur Buchmesse mitnehmen im Herbst. Vielleicht hat der eine oder die andere noch Glück und ergattert noch eins.

Gast

hahahahahaha.
entschuldigung, dass ich lachen muss... aber ein portfolio, dass nur auserwählte zu sehen bekommen? soll ich am ende noch dankbar sein, mir "werbung" im weitesten sinne gegen gebühr anschauen zu dürfen?

mal im ernst: in zeiten von services wie lulu kann jeder jede stückzahl problemlos produzieren lassen. nach bedarf (einer "special edition" aus der hauseigenen druckerei steht ja trotzdem nichts im wege).

nichts ist sinnloser, als auf eine messe mit zu wenig exemplaren zu fahren. wenn es kein großer kreis an menschen sehehn kann, kann man es sich gleich sparen.

christoph

ich hoffe, die auflagendiskussion führt nicht dazu, dass übersehen wird, dass in dem buch wirklich tolle buchtitel-gestaltungen von studenten drin sind. einige gehören zum schönsten, was ich bisher an studentischen arbeiten in diesem bereich gesehen habe.

Gast

@ christoph: und auch darüber läßt sich streiten...

lars

hi nora, well done! hoffe, dass es das bald mal als print-on-demand ausgabe gibt.

Gast

warum es überhaupt diskusionen über ein durchschnittliches studentenportfolio gibt...

christoph

@ gast

sicher ist es unmöglich, eine grafikdesignarbeit zu machen, zu der keinem kollegen was schlechtes einfällt. kaum streiten kann man aber darüber, dass zb das buchcover auf seite 9 (»ruhelos« wiliam boyd) deutlich packender ist als fast alles, was im deutschen buchhandel so rumliegt.

entwurf nr 4 auf der gleichen doppelseite (labyrinth) hätte man aber besser weggelassen – das bekannte original von uebele ist deutlich besser.

Gast

das frage ich mich allerdings auch...

Miefmuschel

Spricht nicht gerade für Krefeld ^^

Gast

Vor allem wenn die Studenten Copycat spielen =(

HD Schellnack

Ohne jetzt auf jede einzelne Arbeit in dem Portfolio eingehen zu wollen - manches ist toll, manches ist gar nicht toll, vieles bewegt sich zu sehr im Dunstkreis dessen, was es ohnehin schon zu viel gibt - finde ich erst einmal die Idee als Aufgabe sehr schön und auch die Geduld der Studenten, sich durch diese Aufgabe konzentriert durchzubeißen. Ich habe selbst eine ähnliche Aufgabe - aber nur ein Cover und nur einmal - gestellt und weiß anhand der Ergebnisse (die auch nicht schlecht waren) diese hier positiv zu schätzen. Die Glockenkurve ist halt überall. Das darf aber den Blick nicht dafür verstellen, dass es eine schöne Aufgabe ist, die auch insgesamt schön präsentiert ist hier.

Aber ein kurzer ernsthafter Einwand: An der Mikrotypographie der Broschüre selbst - auf die Coverarbeiten mal nicht eingehend - muss echt dringend nachgearbeitet werden, der Satz ist sehr sehr schlecht. Sowas darf bei angehenden Designern nicht sein. Detail is Everything ;-D.

Gast

anglizismen scheinbar auch...

HD Schellnack

Hallo Gast - jeder der mich kennt, weiß dass ich ein unsagbares, Jill-Sanderesques Deutsch-Englisch-Gemisch spreche, es sei denn, ich versuche bewusst es zu verhindern. Das liegt daran, dass ich fast nur englisch lese und oft den englischen Gedanken vor dem deutschen habe, teilweise auch Notizen während eines Gespräches auf Englisch mache. Das hab ich davon, dass meine Mama eine Übersetzerin ist :-D. Für meine Verhältnisse ist ein englischer Satz in zwei Absätzen wirklich wirklich gut. Im Büro verzweifeln die Leute immer, wenn ich plötzlich Sachen erklären und dabei immer wieder in englische Begriffe verfalle. Da ich aber nun das Deutsche nicht so toll finde, dass man es unbedingt in Watte packen muss, finde ich persönlich eher schade, dass ich nicht noch französisch, schwedisch und niederländisch mit in den Mix packen kann. Oh, und Esperanto, einfach nur so.

Und weil man Korinthenkackern immer mit mehr Korinthenkackerei antworten sollte (vor allem, wenn sie anonym schreiben):

Ein «Anglizismus» ist etwas VÖLLIG anderes als das schlichte Verwenden der englischen Sprache in einem ansonsten deutschen Kontext. Ich finde immer schön, wenn Leute, die das Deutsche so behüten wollen, dann offenbar selbst damit solche Probleme haben. Es gibt einen Unterschied zwischen Wortentlehnungen/Fehlübersetzungen usw. und einem ganz einfachen fremdsprachlichen Begriff oder Satz.

Wenn du das Deutsche so magst, erinnere ich hier gern einmal an die alte schöne Tradition deutscher Autoren, französische, englische, griechische und lateinische Sätze und Passagen in ihre Texte einzubauen, um ihre sprachlichen Möglichkeiten aufzufächern oder schlichtweg mit Sprachkenntnis zu trumpfen (und ihre Leser teilweise ziemlich anzustrengen, vielleicht). So wie es frisch auch in The brief wondrous life of Oscar Wao mit dem Spanischen passiert - man muss komplette Passagen übersetzen (oder überlesen, je nachdem).

«Detail is Everything» ist übrigens recht wahrscheinlich ein Zitat, ich GLAUBE, aus Instructions to the Cook von Bernard Glassmann, aber nagel mich nicht drauf fest.

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