Fotos für die Pressefreiheit 2018

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Die Pressefreiheit ist weltweit bedroht und dies geht nicht nur Journalisten, sondern jeden an, der sich in Zukunft auf die Wahrheit und nicht auf »Fake-News« verlassen will. Das Fotobuch »Fotos für die Pressefreiheit 2018« versammelt bewegende Bilder von Brennpunkten, Umbrüchen und Krisen des zurückliegenden Jahres. Renommierte Fotografen haben sie in ungewöhnlichen Perspektiven dokumentiert: die Beklemmung in der Türkei, den Krieg in Syrien, zunehmende Armut in Venezuela und die Chancen auf späte Versöhnung in Ruanda.


Ruanda: Mit dem Völkermord an den Tutsi durchlebte Ruanda ein unfassbar grausames Kapitel seiner Geschichte. Mehr als 20 Jahre danach gibt es zarte Ansätze der Versöhnung. Die niederländische Fotografin Anoek Steketee hat nachgezeichnet, wie eine Radio-Soap über zwei verfeindete Dörfer dabei helfen kann, vielen Menschen den Weg zu einer gemeinsamen Sprache zu ebnen. © Anoek Steketee

»Ein Bild sagt mehr als tausend Worte« ist in diesem Zusammenhang nicht nur ein Sprichwort, sondern visualisiert das Leid, das Glück, die Beklemmung, die Hoffnung, den Tod, das Leben.

Eine wichtige Publikation von Reporter ohne Grenzen, die u.a. damit versuchen, auf die Verstöße gegen die Presse- und Informationsfreiheit weltweit aufmerksam zu machen und die Öffentlichkeit zu alarmieren, wenn Journalisten und deren Mitarbeiter in Gefahr sind. 

 

Türkei: Zwischen den Felsformationen von Göreme mitten im gleichnamigen Nationalpark von Kappadokien wartet ein Souvenirverkäufer vergeblich auf Kundschaft. Wie die Türkei, sonst  beliebtes Urlaubsziel, den Touristen aus aller Welt plötzlich nicht mehr geheuer war, hat der Fotograf Emin Özmen bei seiner Fahrt entlang klassischer Reiserouten festgehalten. © Emin Özmen / MAGNUM PHOTOS

Fotos für die Pressefreiheit 2018

Mit Fotografien von: Samuel Aranda | Mohammed Badra | Fatemeh Bahrami | Xiomara Bender | Aija Bley | Alejandro Cegarra | Xavier Cervera | Andreas Herzau | Chloe Jafe | Lynn Johnson | Hamad Mohammed | Paul-Ruben Mundthal | Emin Özmen | Trevor Paglen | Baz Ratner | Marko Risovic | Anoek Steketee | Daro Sulakauri | Furkan Temir | Lorenzo Tugnoli

Herausgeber: Reporter ohne Grenzen
Veröffentlichung: August 2018
Umfang: 104 Seiten
Format: 21 x 28 cm
Ausführung: Softcover, 4-farbig, Schweizer Broschur 
ISBN: 978-3-937683-71-3 
Preis: € 16,– inkl. Versand

Cover: © Reporter ohne Grenzen

 
Guatemala: Guatemala erlebte durch den Bürgerkrieg 36 Jahre lang unaufhörlich Gewalt. Seit 1996 wird nicht mehr gekämpft, doch die Hypothek des Krieges wiegt bis heute schwer. Im Polizeiarchiv lagern dicke Bände mit Fotos von Opfern willkürlicher Verhaftungen. Zehntausende Menschen gelten noch immer als spurlos verschwunden. Doch wer zu den Verbrechen recherchiert, wird bedroht und bekommt massiven Widerstand zu spüren. © Lynn Johnson /National Geographic


Syrien: Bürgerkrieg in Syrien: Das Bild eines gemeinsamen Mahls inmitten von Trümmern im damals noch belagerten Douma in Ost-Ghouta mutet surreal an. Es erzählt von Menschen, die auf Initiative einer Wohltätigkeitsorganisation auf den Straßen zusammenfanden, um an langen, gedeckten Tafeln das islamische Fastenbrechen zu begehen. Fotograf Mohammed Badra will mit seinen Bildern nicht nur Leid und Zerstörung zeigen, sondern die menschliche Seite des Alltags in Syrien. © Mohammed Badra /EPA


Georgien: Die georgische Fotografin Daro Sulakauri hat im Nordosten Georgiens den Alltag tschetschenischer Geflüchteter in den unwirtlichen Bergregionen an der Grenze zu Russland begleitet. Viele Menschen leben seit Jahrzehnten dort, heiraten, haben Kinder, feiern Feste – ohne zu wissen, was die Zukunft bringt. Für ein anderes Projekt fuhr die Fotografin in Dörfer der abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien und zeigt »wandernde Grenzen«. © Daro Sulakauri

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