Peter von Arx – Schrift in Plakat und Film / 03.11.–30.11.2018

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Die Ausstellung Schrift in Plakat und Film an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW zeigt Plakate und Filme von Peter von Arx sowie Unterrichtsresultate des von ihm unterrichteten Fachs Filmgrafik. Die Exponate geben Einblick in eine Zeit, in der das heutige Angebot an digitalen Werkzeugen und Medien noch nicht verfügbar war. Darüber hinaus kann aufgrund der historischen Arbeiten die aktuelle Situation der visuellen Kommunikation – ihr Bezug zu Technik, Handwerk, Kunst und Gesellschaft – reflektiert werden. 

Der Grafiker Peter von Arx (*1937) hat neben seiner Lehrtätigkeit und als Leiter der HFG (Höhere Fachschule für Gestaltung) und Ausbildung Visueller Gestalter an der Schule für Gestaltung Basel (SfG) ein umfangreiches Werk geschaffen. Nach der Ausbildung zum Lithografen in Zürich (1954–1958) ließ er sich an der SfG Basel – unter anderem bei Armin Hofmann, Emil Ruder und Walter Bodmer – zum Grafiker ausbilden (1958–1962). Unter seinen praktischen Arbeiten, die bald nach der Ausbildung parallel zu seiner Lehrtätigkeit an der SfG im eigenen Atelier entstanden sind, finden sich fünfunddreißig Weltformat-Plakate. 

Die vergleichende Betrachtung der Plakate, die von 1960 bis 1978 entstanden sind, macht sein Interesse an der Schriftgestaltung deutlich. Seine Schriftplakate zeigen auf, wie durch die Form der Buchstaben eine Bedeutung geschaffen werden kann, die über die reine Notation von Sprachlauten hinausgeht. Die Buchstabenform kann den Sinn der Sprache steigern oder verändern. Die Form der Buchstaben kann auch eine Bedeutung stiften, die ausserhalb der sprachlichen Mitteilung liegt und so als Bindeglied zwischen Sprache und Bild eingesetzt werden. In anderen Plakaten von Peter von Arx werden Buchstaben in Beziehung zu Bildelementen gesetzt – sie setzen sich ihnen entgegen oder verbinden sich mit ihnen.

Im Zusammenhang mit einem Auftrag setzte sich Peter von Arx ab 1968 mit filmischer Grafik und, in der Folge, mit Zeit als Gestaltungsfaktor auseinander. Ausgehend von dieser Erfahrung fokussierte er sein Interesse auf die Möglichkeit, grafische Filmsequenzen zu gestalten und die statische Grafik um ein zeitbasiertes Medium zu erweitern. 

Neben eigenen experimentellen Arbeiten, gründete er 1968 an der Schule für Gestaltung Basel den Kurs Filmgrafik und führte diesen in der Fachklasse und der Weiterbildungsklasse für Grafik ein. Ab 1983 leitete er die HFG-Klasse Visuelle Kommunikation an der Schule für Gestaltung Basel und unterrichtete das Fach Audiovisuelle Projekte. 

Als Resultat seiner Tätigkeit im Bereich der Filmgrafik publizierte Peter von Arx 1983 das Buch Film+Design: Die elementaren Phänomene und Dimensionen des Films im gestalterischen Unterricht. Mit ihrer systematischen Analyse des Phänomens Film bildet die Publikation eine Grundlage für die kurz danach hereinbrechende Digitalisierung und deren zeitbasierten Gestaltungsmöglichkeiten.

Peter von Arx kann durch seine Initiative und Zusammenarbeit mit engagierten Kollegen auf eine dreißigjährige Entwicklung seines gestalterischen Unterrichts zurückblicken. Sein Unterricht im Bereich der Filmgrafik gehörte zum spezifischen Fächerkanon der »Basler Schule«. 

Peter von Arx (*1937)
Schrift in Plakat und Film

Ausstellung: 
Sa. 3.11.–Fr. 30.11.2018

Symposium
16.11.2018

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 9–17 Uhr
Samstag und Sonntag: 13–18 Uhr

Wo?
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Hochschule für Gestaltung und Kunst 
Gebäude D, Foyer
Freilager-Platz 1
4142 Basel / Münchenstein

Mehr Informationen findet ihr hier.  

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