Studio Clash / temporäre Designagentur mit Geflüchteten und Migranten in Basel

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Drei Basler Kreative lancieren im November 2018 das Experiment einer temporären Designagentur Studio Clash mit Geflüchteten und Migranten in Basel – aus aller Welt. Jetzt sucht das Studio interessierte MitarbeiterInnen, die in den Herkunftsländern schon in der Kreativwirtschaft gearbeitet haben. 

Am Anfang war ein iranischer Taxifahrer, der Jan Knopp in Basel zu seinem Ziel brachte und ihm dabei erzählte, früher, in Teheran habe er eine Werbeagentur geführt. Knopp, selbst Designer, fragte sich und seine Freunde: Wo sind die Kreativen unter den Migrantinnen und Migranten? Und was passiert, wenn sie hier in ihrem angestammten Beruf arbeiten – weit weg vom ursprünglichen Kontext, dem vertrauten Umfeld und ihrer Sprache? 

Aus dem Clash entsteht Neues 
Mit Studio Clash wagen die Basler Jan Knopp (Designer), Hans-Jörg Walter (Fotograf) und David Herrmann (Texter) den Versuch, Antworten auf diese Fragen zu finden. Während einem Monat arbeiten zwölf ausgewählte Kreative aus allen möglichen Berufsgruppen zusammen und suchen Wege, um im hiesigen Markt aktiv zu werden. Im vollen Bewusstsein, dass es zu (design-)sprachlichen Missverständnissen und interkulturellen Auseinandersetzungen kommen wird. Aus diesem »clash of design culture« sollen neue Herangehensweisen, Erkenntnisse, Start-ups oder Formate entstehen. Es geht ausdrücklich nicht darum, mit Studio Clash das Schweizer Design-Verständnis den Kreativen überzustülpen noch kritikfrei wahllos irgendwas zu gestalten. Es geht um die gemeinsame Auseinandersetzung und Reibung am Fremden. Studio Clash ist politisch unabhängig, versuchsweise neutral und unbedingt konfessionslos. »Wir stehen ein für ein respektvolles Miteinander und verteidigen diese Haltung kompromisslos«, so David Herrmann. 

Bewerbungen willkommen 
Interessierte aus allen kreativen Branchen oder Wirkungsstätten können sich bewerben: Von Kalligrafie, audiovisueller Gestalterung, Beratung, Text, Grafik, Fotografie bis Coding, Strategie, Webdesign, Film, Mode, Illustration, 3D, Szenografie, Stadtenwicklung oder Architektur. Ab sofort können sich alle mit ihrem »Dossier« bewerben. »Wir suchen offene, neugierige und tolerante Persönlichkeiten, die Lust auf dieses Experiment haben« beschreiben die drei Initianten das Profil der Teilnehmenden. »Wir bieten keinen Job, sondern vor allem Erkenntnisse über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten und natürlich auch den Austausch mit der hiesigen Szene und eine Bühne für die eigenen Fähigkeiten« bringt es Hans-Jörg Walter auf den Punkt.

Mehr Infos zur Ausschreibung findet ihr hier.
Bewerbungen an: clash@studiopiet.com


Hans-Jörg Walter (links), David Herrmann (Mitte), Jan Knopp (rechts)

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