ULTRAFETT Typografie Festival FH Bielefeld / Rückblick

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ULTRAFETT, das ist Credo, Ansage, Herausforderung und Aufgabe zugleich und natürlich auch der Name des allerersten Typografie Festivals der FH Bielefeld. Nicht nur mit ihrem Titel hat sich die Veranstaltung sehr viel vorgenommen und es geschafft ein wenig das eigene Format auf den Kopf zu stellen. Es waren zwei  »ultrafette«,  spannende Tage, auf die wir hier noch einmal zurück blicken wollen. 

Dass bei dem neuen Typografie Festival der FH Bielefeld etwas neues versucht wurde, hat man schon am nicht vorhandenen Eintrittspreis bemerkt. Dirk Fütterer und seinem ULTRAFETT-Team war es allerdings wichtig, dass kostenlos nicht wirken sollte wie »nichts drin«. So entstand die Idee, eine kleine Hürde einzubauen. Interessierte sollten also einen Sticker entwerfen, aber dank großzügigem Sponsoring durch Monotype, die FH Bielefeld und den BDG nichts für die Teilnahme bezahlen. Ein toller Trick, der besonders viele Studenten ansprach, die sonst eher wenig Zugang zu größeren Typokonferenzen haben. Die einfallsreichen Stickerentwürfe wurden dann auch wirklich produziert und lagen überall aus. 

Typografie stand natürlich ganz klar im Mittelpunkt und wurde in den Vorträgen vielseitig und abwechslungsreich erläutert und interpretiert. Neben der klassischen Verwendung, wie sie etwa Typograf Gerd Fleischmann repräsentierte, waren auch neuere Themen wie Variable Type im Fokus. Die Vorträge wurden zudem in den Pausen durch interessante Paneldiskussionen ergänzt. Toll war auch, dass ULTRAFETT es geschafft hat nicht nur gleich viele Frauen und Männer auf die Bühne zu holen, sondern auch über diese Kategorien hinauseinen guten Mix an Perspektiven bieten konnte. Auch die Ausstellung des Type Directors Club, die man sich am Donnerstag als Abendveranstaltung anschauen konnte, war definitiv ein Highlight. 

Insgesamt standen Menschen mit einem besonderen Blick auf die Welt auf der Rednerliste. Kreative, die diese Perspektive nutzen, um ihre persönlichen Schaffensparameter selbst festzusetzen und eine  eigene Bildsprache zu finden. Hier fallen unter anderen Gestalter wie Anja Kaiser, Peter Bankov und Josh Schaub auf. Virtuell trifft hier auf reell, 2D und 3D verheddern sich, aus Postern wird Animation und Text verschwimmt mit Bild. Es ist erfrischend zu sehen, wie an allen Seiten die Grenzen des Machbaren erprobt werden, ohne dass das alte, die traditionelle Typografie wenn man so will, seinen Stellenwert verliert . Stattdessen wird es neu benutzt und interpretiert. 


Kurzum: Ein ultrafettes Dankeschön für das ultrafette, inspirierende Festival, wir freuen uns schon auf das nächste!
Fotos von Merle Burgey

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