In ungefähr drei Wochen ist es schon wieder soweit: Die Wahlen zur US-Präsidentschft 2012 stehen an. Aus gegebenen Anlass veröffentlich Ekke Wolf vom Font Forum URW++ seinen Groteskschrift Barack, die vielleicht einen kleinen Teil zur Wiederwahl des amtierenden Präsidenten beitragen kann.

 

Pressetext: Barack – eine typographische Hommage an den US-Präsidenten Barack Obama.

Passend zur US-Wahl 2012 erscheint diese neue Schrift von Ekke Wolf.
Barack hat den Duktus einer soliden klassizistischen Grotesk mit amerikanischen Proportionen und wirkt durch die unregelmäßigen Konturen ungezwungen und jung. Es gibt sie in drei Schriftschnitten: Aus den Handzeichnungen auf Transparentpapier entwickelte Ekke Wolf erst die Barack Outline, die auch die Grundlage der Barack Bold bildet. Aus dieser wiederum ist am Computer die Barack Medium hervorgegangen.

Barack besticht durch eine Vielzahl an Varianten und alternativen Zeichen. Das ermöglicht einen großen Gestaltungsspielraum im Umgang mit der Schrift. 



Die Schrift enthält neben dem erweiterten lateinischen Zeichensatz zahlreiche Pfeile, Hände und Symbole, auch Obamas Gesicht als Silhouette oder sein Blackberry fehlen nicht. Die Zeichen haben einen grob handgezeichneten Charakter und sind ursprünglich im Zuge eines Gestaltungsauftags für ein Buchcover entstanden. Der Buchtitel wurde jedoch mehrmals geändert, und in der Folge habe ich die Schrift aus den Entwürfen übernommen und ohne Auftrag weiterentwickelt. Das Editing erfolgte zu 100% mit Georg Seiferts Fonteditor Glyphs.

 

 

Barack:
Foundry: URW++
Designer: Ekke Wolf

Veröffentlicht: September 2012
Format: Opentype
Schnitte: Medium, Bold, Outline
Preis: pro Schnitt 19,50 €, Barack Family 49,50 € 

Hier kann man sie kaufen! 

 

 

lars

ich hätte mir eine drohne anstelle einer pistole mit blume gewünscht. denn mit obama hat der "saubere" krieg so richtig loslegen können. abgesehen davon ein schöner font der viel humanistischer aussieht als ein präsident es überhaupt sein kann!

Gast

ein schöner kommentar von lars; die schrift ist auch in meinen augen ein wunderschönes beispiel wie ein meinungsbild durch perfektes marketing geprägt werden kann und am ende mit der realität nichts mehr zu tun hat. der aktuelle us-amerikanische präsident wurde schon vor seiner amtszeit zu einer art jesus-erretter-figur verklärt der dann zur kränung (vollständig uberechtigt!!!) auch noch den friedensnobelpreis bekommen hat. gerade der grundlegendes menschenrecht aushebelnde einsatz von morddrohnen disqualifiziert ihn in jeder hinsicht der große friedensstifter zu sein.
mir persönlih ist es mittlerweile egal welche hälfte der usa ihren präsident installieren kann. das macht nicht den klitzekleinsten unterschied.

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