Berlin Design
Ares Kalandides (Hg.)

"Berlin Design stellt 100 Künstler und ihre Werke aus der Welt der Mode, der Neuen Medien sowie des Grafik- und Produktdesigns vor. Die präsentierten Projekte wurden von einer Jury aus acht Designern ausgewählt und zeigen einen Querschnitt durch das Beste, was die Hauptstadt zu bieten hat" .... so wird dieses Buch im Pressetext des Braun Verlages angekündigt.
Zu lesen ist desweiteren folgendes: "Trash und Trend, Straßen- und Hochkultur, arm aber sexy. Berlin steht nicht erst seit der Verleihung des UNESCO-Titels „Stadt des Designs“ für Kunst und Kultur. Der unaufhörliche urbane Wandel und das multikulturelle Flair beeinflussen die Kreativszene und machen sie vielseitig, unkonventionell und natürlich: einzigartig."
Typografisch betrachtet ist die Publikation eine Katastrophe. Die Headline ist in einer grausamen Schrift (keine Ahnung wie dieser Retro-Font heißt) abgesetzt, der Copytext wurde zu weit spationiert und ist zudem häßlich. Bei den Arbeiten selbst ist keine Adresse der Designer zu finden, diese ist kryptisch im unlesbarem Index versteckt: mini-Typo in cyan auf braunem Untergrund. Bei dem geringen Kontrast auf dem rauen, offenen Naturpapier geht nichts mehr. Das Ordnungsprinzip erschließt sich zudem überhaupt nicht: alphabetisch, zufällig, alter?
Das Cover soll wohl BERLIN schreien. Rau, ungehobelt, Hinterhof. Sorry – Berlin hat dieses Klischee nicht verdient. Ich wollte nicht, dass meine Arbeiten so präsentiert werden.







Englisch, 20 x 25 cm, 240 Seiten, € 29,90 | CHF 49,90
Für alle, die diese Softcover-Misere in Box trotz allem kaufen wollen...
23. November 2009 - 8:57 – lars | Kommentare (7)




























Kommentare
hehe ...
Die Schrift heist Jazz LET, ich hab mich immer gefragt, wie man so etwas schön einsetzen kann, nun ja, dieses Buch gibt auch keine Antwort darauf.
Im Vergleich zum Innenleben finde ich den Titel zwar langweilig und zimlich plump, aber zumindest ist er keine Katastrophe (wie das Innenleben - die anderen Bilder lassen es erahnen)
Die beiden weiteren Bücher der Reihe (Swiss Design, Toy Design) sind meiner Meinung nach genauso schrecklich, wobei zumindest Toy Design auf eher großflächige bunte Bilder setzt. (Bringt aber auch nicht viel.)
Wirklich schade, das grade so ein Buch verlegt wird, wo es doch wahnsinnig viele, um einiges schönere Bücher und Publikationen gibt, die erfolglos auf einen Verleger warten.
Wer hat denn das Ganze verbrochen? (Also Gestaltungsmäsig?)
23. November 2009 - 10:25 – CHris S
Das Buch ist für mich eine
Das Buch ist für mich eine große Enttäuschung - unter anderem, weil ich mit meinem Namen als Herausgeber dahinter stehe. Lediglich den Vertrag und die Auswahl der Kuratoren, bzw Autoren habe ich übernommen. Das Design tut richtig weh, zum Teil ist es unleserlich und ich finde auch Berlin hätte was anders verdient.
23. November 2009 - 10:35 – Ares (nicht überprüft)
Kritik
Endlich mal wieder eine stark subjektive und schonungslose Kritik. Bitte mehr davon liebe Slanted-Redaktion!
23. November 2009 - 13:31 – Dirk (nicht überprüft)
jaja, nicht alles was aus
jaja, nicht alles was aus berlin kommt hat qualität. diese publikation ist in einigen belangen wie berlin selbst.neben viel kreativität gibts auch einen ganze haufen unprofessionalität. (siehe die geniale xplicit typo neben der trashigen headline.)
und das nicht immer nur von anfängern.
23. November 2009 - 15:52 – Gast (nicht überprüft)
aua
oh, das schmerzt aber in den augen...
hoffentlich haben die teilnehmer nicht auch noch geld für den eintrag bezahlt.
23. November 2009 - 17:06 – Gast (nicht überprüft)
OMG
ganz schlimm dieses buch!
würde mich auch mal interessieren ob jemand für so einen schrott geld bezahlt.
wenn ja mein beileid.
24. November 2009 - 11:48 – Gast (nicht überprüft)
Berlin Bashing …
find ick jut (trifft ja nicht die Falschen) – ABER ihr solltet erst mal unsere Bäcker kennenlernen ,-)
26. November 2009 - 11:15 – hans schumacher
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