Das ABC eines Typografen und die Drei Weieren

in ,

Zeitgleich erreichten uns zwei Publikationen aus der Schweiz – Das ABC eines Typografen von Jost Hochuli sowie das Typotron Heft 29 – Drei Weieren von seinem ehemaligen Schüler Roland Stieger. Grund genug, die beiden Werke hier gemeinsam vorzustellen.

Das ABC eines Typografen
Jost Hochuli 

Für jeden Buchstaben des Alphabets hat Jost Hochuli einen Gedanken ausgewählt. Kurze geschichtliche Rückblicke, interessante Anmerkungen und aufschlussreich typografische Bemerkungen finden in diesem Buch zusammen. Jeder der kurzen Texte bringt uns die Denkweise und die Auffassung des national und international bekannten Gestalters näher. Ein kleines aber überzeugendes Nachschlagewerk, in dem Jost Hochuli einige interessante Gedanken rund um Typografie zusammenfasst. 

Jost Hochuli absolvierte von 1952 bis 1954 die Kunstgewerbeschule in St.Gallen und arbeitete danach als Volontär bei Rudolf Hostettler in der Druckerei Zollikofer & Co. AG, St.Gallen. Im Anschluss folgte eine Lehre als Schriftsetzer. An der Ecole Estienne besuchte er, während einem Aufenthalt in Paris, Kurse bei Adrian Frutiger. 1959 eröffnete Jost Hochuli sein Atelier für Gebrauchsgrafik in St. Gallen. Er ist vor allem für seine herausragenden Arbeiten als Buchgestalter bekannt. Er war Mitgründer der VGS Verlagsgemeinschaft (heute Verlagsgenossenschaft) St. Gallen. Die national und international ausgezeichneten Typotron-Hefte 1 bis 17 und die bis jetzt erschienenen Editionen Ostschweiz 1 bis 12 betreute und betreut er als Herausgeber und Gestalter

Im Slanted Magazin #16 – Bold Light, gibt es ein ausführliches Interview mit Jost Hochuli zu lesen.

Das ABC eines Typografen
Jost Hochuli 

Herausgeber und Gestalter: Jost Hochuli
Edition Ostschweiz 12
Verlag: VGS Verlagsgenossenschaft
Veröffentlichung: 2011 
Umfang: 56 Seiten
Format: 14,7 x 23,5 cm
Sprache: Deutsch 
Specials: Edelbroschur
Unter den schönsten Schweizer Büchern 2011
ISBN: 978-3-7291-1130-1
Preis: 16 Euro 

 Typotron-Heft 29 – Drei Weieren

Das 29. Typotron-Heft ist eine Liebeserklärung an die drei Weieren. Das künstlich angelegte Natur- und Erholungsgebiet in St. Gallen, ist das Thema des liebevoll gestalteten Projekts.

Das Heft ist eingeteilt in fünf Bogen; jeder Bogen lässt sich zu einem Plakat entfalten. Der erste Bogen liefert eine kurze Einleitung und erzählt dann passend zu jeder Jahreszeit eine kurze originelle Geschichte. Die Bogen zwei bis fünf beschäftigen sich dann jeweils mit einer Jahreszeit. Jeder der vier Bogen zeigt passende Bilder dazu. Wenn man die Bogen aufklappt, kann man ein großflächiges Bild bewundern. Dieses Typotron-Heft will die Erinnerungen und Erfahrungen von Menschen die in St. Gallen aufgewachsen sind und für die, die Weieren zur Kindheit sowie zum Erwachsenenleben dazugehören erzählen und wiederbeleben. 

Seit 1983 erscheint jedes Jahr ein neues Typotron-Heft. Anfangs gedacht als Jahresgeschenk der Typotron-Ag für ihre Kunden und Lieferanten. Gestaltet wurden die Hefte von bekannten, weltweit preisgekrönten Buchgestaltern Jost Hochuli aus St.Gallen (Hefte 1 bis 17), Kaspar Mühlemann aus Weinfelden (Hefte 18 bis 21) und der Designgruppe merkwürdig aus Frankfurt am Main (Hefte 22 bis 24). Heft 26 TGG Hafen Senn Stieger. 

Einige Hefte und die Schriftenreihe als Ganzes, haben viele nationale und internationale Auszeichnungen erhalten: Schönste Schweizer Bücher, Schönste Bücher aus aller Welt, Die Schönsten der Branche zur Drupa 2000, Anerkennungspreis der St.Gallischen Kulturstiftung des Jahres 2003, Best in Print 2005, communication design award 2005, 2006 und 2009. Type Directors Club New York 2009: Typographic Excellence.

Typotron-Heft 29 – Drei Weieren

Gestaltung: TGG Hafen Senn Stieger, St. Gallen 
Herausgeber: Typotron AG 
Verlag: Typotron AG
Veröffentlichung: 2011
Format: 15 x 24 cm
Sprache: Deutsch
Specials: Falttechnik 
ISBN-10: 978-3-908151-62-3

Hier bestellen!

Post new comment

Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht.

Wir freuen uns über Deine konstruktive Meinung und behalten uns vor, gehaltlose, persönlich verletzende und themenfremde Kommentare zu löschen.

Wenn Du nicht angemeldet bist, wird Dein Kommentar von der Redaktion zuerst geprüft und dann freigeschaltet.

By submitting this form, you accept the Mollom privacy policy.

Verwandter Artikel

Jost Hochuli: Bauhaus, Zürich, Basel – und einiges daneben

Freitag, 11 Uhr / Hall

Jost Hochuli lernte bei Adrian Frutiger in Paris, ab 1959 hatte er sein eigenes Atelier für Industriegrafik und ...

in 2 comments

Nächster Artikel

Skolar

Vier neue Schriftschnitte

Die preisgekrönte Skolar-Familie von Typetogether hat Zuwachs bekommen. Von David ...

in

Vorheriger Artikel

onlab Summer School 2012

Bis 30. März anmelden

Im Oktober wird die onlab Summer School zum zweiten Mal stattfinden. 20 junge, internationale Designer werden bei ...

in ,