David Carson hat eine Reihe von Wahlplakaten für Obama gestaltet. (In der aktuellen Form wurde kurz darüber berichtet). Diese wurden im Siebdruck produziert, durch übereinander-druck verdichten sich die Motive. Auf der DC-Website werden diese zwar präsentiert, leider ohne Kommentar (Auflage? Vertrieb? Einsatz?).
Gab es in Deutschland zum Wahlkampf auch solche Liebeserklärungen von Grafikern zu Politikern (Wer war z.B. bekennender Fan von Merkel?)




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floooo
die passende musik zu den plakaten gibts bei youtube von tisa.
http://www.youtube.com/watch?v=EbjBHkKiS4c
grüße
Gast
je länger es her ist, dass dieser stil populär war, desto deutlicher wird, wie hirnlos die masche ist.
Gast
Auf solche "Liebeserklärungen" kann Fr. Merkel bestimmt gut verzichten.
Gast
Welche Masche?
Das ist halt n bisschen expressiver als helvetica in schwarz auf weiß.
Nicht gleich weinen!
Gast
»expressiv« würde bedeuten, dass irgendetwas spezifisches ausgedrückt wird. das ist hier aber nicht der fall – seine typische random-gestaltung hat carson in den letzten 20 jahren auch genauso für jeden beliebigen anderen kunden gemacht. also eine masche. und man kann auch leider nicht sagen, dass die masche über die jahrzehnte interessanter geworden ist. die alten ray-gun-layouts waren ja formal noch richtig spannend, voller kontraste. das da oben hingegen sieht völlig uninspiriert aus.
tris
kaum ein gestalterisches element an diesen plakaten hat kommunikative relevanz. es ist die willkür des willkürlichen.
Hmm
Was bisschen gemein ist: Es fehlt ein kontrastierender Hintergrund um die Plakate abzuheben, denn so schaut es noch heftiger aus. Ansonsten find ichs einfach platt mit den Sprüchen wie "can he do it?" usw. Abgesehen davon ist die Gestaltung einfach langweilig, weil nichts durchdacht zu sein scheint, was ja den Grafikdesigner vom Hobbygestalter unterscheiden sollte. Ich habe erst nach Tagen festgestellt, dass es sich hier um aktuelle Arbeiten von David Carson handelt, davor hab ich den Beitrag mehrmals durchgescrollt und mich gefragt, was diese Arbeiten, die es schon in einer Bewerbungsmappe zum Studienplatz schwer hätten, hier wohl zu suchen haben.
Und als Obama wäre ich mehr als sauer über dieses affenhafte, schwarze Segelohrenporträt.
Change! If you can! Bricht Dir keinen Zacken aus der Krone, im Gegenteil, die Welt wartet darauf!
Christian
Ich mag die Plakate sehr, David Carson allgemein. Willkürlichkeit kann ich bei ihm nicht erkennen (eher das Gegenteil). Allgemein ist der Vorwurf nicht unbedingt so sinnvoll.
Bernie
Hieß es nicht immer, über die Toten nur Gutes?
Sir Mildred Pierce
David Carson needs to quit getting his four-year old kid to do all his work for him. These are terrible. Sorry. Time to retire Mr. Carson.
Gast
Alles in Allem kann ich den oben genannten Vorwürfen wenig zustimmen. Kommunikative Relevanz
ist wohl gerade im "verkopften" Deutschland eine Schlüsselqualifikation für Gestaltung. Berechtigterweise! Andere Herangehensweisen an Gestaltung sollten, meiner Meinung nach, als anregend verstanden werden. Sie haben auch ihre Daseinsberechtigung. Carson ist formal nicht durchgehend stak. Denoch bewundere ich ihn für seine freie Herangehensweise und viele seiner Arbeiten. Es sind auch zwei Paar Schuhe die Plakate weiß vor weiß auf 72 dpi zu sehen und den Charme eines Siebdrucks.
Bernie
Ich finde Deutschland überhaupt nicht verkopft, sondern eher sehr intelligent und weltoffen, doch unsicher, was das eigene Ich betrifft. Wir sind nunmal belastet mit einem Schuldkomplex der sehr gross ist und eine Differenzierung bzw. Abtrennung davon ist nunmal schwer. Und diese wird uns auch verweigert. Folglich haben viele von uns, obwohl kompetent und fachbezogen Meinungsberechtigt, nicht den Mut, Dinge so zu sagen, wie sie nunmal sind. Sie wollen ja niemanden auf die Füsse treten.
David Carson ist ein verstrahlter Surfer, der sich selbst in den Heiligenstand erhoben hat und dessen Arbeit leider auf dem besagten Niveau stehengeblieben ist. Seine Webseite, wenn man sie so nennen kann – besser wäre wohl der Ausdruck »Schrein« – ist ein banales Konstrukt egomanischer Nullständigkeit. Eine Ansammlung von Leserbriefen, von Huldigungen, Danksagungen, Auszeichnungen und Familienbildern, und somit mit der impliziten Drohung verbunden, dass das alles was Carson aufgebaut hat, mit Schosses Frucht fortgeführt wird. Hätte er wirklich den Kopf und den Geist, den ich mir für einen Kreativen seines Schlages wünsche, denn er kann es ja, dann wäre ihm schon vor langer Zeit der Sinn gekommen, konstruktiver und tiefer in das Thema Konzept, Gestaltung und Design einzutauchen, andere Dinge zu kreieren als die tausendundfuffzigste Variante seiner Surfboartypographie. Aber seine Webseite machte mir alle Hoffnungen schlagartig zunichte. Es ist so, wie zuvor beschrieben: Beliebig. Und langweilig. Und einfach nur doof.
Und »Hmm« hat recht. Obama Barack als segelohrtragenden Negerlümmel darzustellen ist ein Fauxpax. Doch vielleicht ist es das, was Carson über ihn wirklich denkt, und somit wäre – womöglich – seine Botschaft eine ganz andere.
Gast
Ich schliesse mich der Mehrheit an, die Plakate gehen gar nicht.
ABER
Man erkennt seinen Stil direkt und sieht: "Aha, David Carson unterstuetzt Obama. Vielleicht sollte ich das auch tun!" - Ganz unabhangig von der Gestaltung geht es wohl einfach darum zu zeigen, dass ein prominenter Designer auf seiner Seite steht. Wahlkampf halt.
Gast
Hmm. Carsons Stil und Praktik diesen auf alles anzuwenden hin oder her:
- so diffus wie die Obama-Campagne. Schlagworte die sich collagenartig übereinanderlagern.
- "Carson supports Obama" ist sofort erkennbar.
- Fällt auf, weil aus der Reihe.
Zweck erfüllt. In dem Fall *passt* es für mich ausnahmsweise mal.
Gast
hmm, carson unterstützt auch in anzeigen quark-X-press, das spricht nicht für seine empfehlungskompetenz.
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