Juliana wurde 1958 von Sem (Samuel Louis) Hartz für die englische Niederlassung von Linotype (Mergenthaler Linotype & Machinery Ltd., Manchester) entwickelt. Ziel von Sem Hartz war eine charakterstarke Schrift, die Platz spart und trotzdem ein Höchstmaß an Lesbarkeit bietet. Begrüßt wurde die Schrift vor allem von den Taschenbuch Verlegern, die durch die Schrift praktischerweise Papier sparten.
43 Jahre später fragte der Gründer von »The Font Bureau, Inc.« David Berlow auf einem Treffen der »Association of American University Presses« die Buchgestalter, was sie sich denn so wünschen würden. Die Diskussion, die er mit dieser Frage entfacht hatte führte anscheinend zu dem Ergebnis, dass alle wieder Papier sparen wollen – also kommt die gute Juliana jetzt bleifrei und digital daher.
Ohne jeden Zweifel eine schöne Schrift, der in meinen Augen allerdings die Aha-Momente fehlen.
Pressetext:
In 1952 Walter Tracy at Linotype & Machinery commissioned Juliana from Sem Hartz, Jan van Krimpen’s successor at Enschedé. Released in 1958, the high style and narrow width of Juliana’s engraved letterforms opened the British paperback market to L&M. Elegance and economy return to fashion as David Berlow’s faithful cutting shaves a graceful seven per cent off normal paper costs with no loss of readability; FB 2009


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