Erik der Rote! / Warum ich Spiekermann DesignTerror vorwerfe

in

Erik Spiekermann. MetaDesign. FontShop. Meta. Unit. Jaja! Wir wissen! Dieser Mann hat Grosses vollbracht und tut dies noch immer; er hat Rückgrat beim MetaDesign-Split bewiesen undundund.

Aber: Dieser Mann bringt mich gestalterisch zum Kotzen! Jeder Spiekermann-Output, egal ob Print oder Screen, hat einfach keinerlei gestalterische Qualität, geschweige denn Originalität! Es ist mir ein Rätsel, wie ein Mann mit solch exorbitantem typografischem Fundus im Kopf solch visuellen Krach begehen kann! Hat er den keine Berater oder Freunde, die ihn davon abhalten können?

Ich habe Spiekermann jegliche gestalterische Kompetenz aberkannt. Er hinterlässt mich gleichermassen ungläubig wie wütend.

Und wenn ihr diesen Artikel nicht posten wollt, weil wir Spiekermann noch als Support für SLANTED wollen, bin ich draussen! ;o)

Erik Spiekermann. MetaDesign. FontShop. Meta. Unit. Jaja! Wir wissen! Dieser Mann hat Grosses vollbracht und tut dies noch immer; er hat Rückgrat beim MetaDesign-Split bewiesen undundund.

Aber: Dieser Mann bringt mich gestalterisch zum Kotzen! Jeder Spiekermann-Output, egal ob Print oder Screen, hat einfach keinerlei gestalterische Qualität, geschweige denn Originalität! Es ist mir ein Rätsel, wie ein Mann mit solch exorbitantem typografischem Fundus im Kopf solch visuellen Krach begehen kann! Hat er den keine Berater oder Freunde, die ihn davon abhalten können?

Ich habe Spiekermann jegliche gestalterische Kompetenz aberkannt. Er hinterlässt mich gleichermassen ungläubig wie wütend.

Und wenn ihr diesen Artikel nicht posten wollt, weil wir Spiekermann noch als Support für SLANTED wollen, bin ich draussen! ;o)

Heinrich

>egal ob Print oder Screen

ich wusste nicht, dass spiekermann screndesign macht?
was hast du so von ihm als print gesehen?

CHR15

spiekermann selbst macht kein screendesign. aber ich denke, er sollte dafür sorgen, dass seine website nicht gegen alle regeln des kommunikationsdesign verstösst.

printobjekte:
erik spiekermann ÜBER SCHRIFT (neuauflage) bzw. STOP STEALING SHEEP (original)

studentenfutter

ursache und wirlung

Digibo

Poste doch mal ein paar Fotos als Beispiele, was genau so gegen alle Regeln verstößt und furchtbar gestaltet ist. Das wäre interessant!

Heinrich

>erik spiekermann ÜBER SCHRIFT
das buch ist sehr gut gemacht und vor allem inhaltlich für viele die meinen ahnung von typo zu haben ans herz zu legen.
die anderen sind natürlich nicht ernst zu nehmen als design, wer das nicht versteht ist selber schuld.

das heisst du kennst die richtgien projekte die er betreut hat gar nicht? das cd von audi z.b. ein sehr gute arbeit.

seine seite ist nicht der hit aber die erfüllt ihren zweck.
http://www.spiekermann.com/iblog/index.html

CHR15

mein lieber heinrich,
1) habe ich seine kompetenz in sachen typo nie angezweifelt.

2) demzufolge auch nicht die inhalte (!) seines buches / seiner bücher.

3) kenne ich die corporate design entwicklungen (vw, wdr, bvg etc.), die er gemacht hat sehr genau (arbeite ich doch gerade an einem projekt, an dem er ebenfalls beteiligt ist).
allerdings kenne ich auch die verantwortlichen bei metadesign (um beim beispiel audi zu bleiben), die die sache gestalterisch entwickelt haben, deren namen weniger bekannt sind.

4) hätte er sich mit diesen leuten an ein buch gesetzt, wäre das ergebnis ein visuell ansprechenderes und dem thema angemessenes.

5) sollte eine veröffentlichung, die lesefreundlichkeit, übersichtlichkeit, rangordnungen, zweckbestimmungen etc. behandelt im besten fall als gutes beispiel dienen können.

6) wer nicht versteht, ist immer selbst schuld.

thomas

sorry, ich habe keine ahnung was herr spiekermann gestalterisch wirklich drauf hat ... aber das jemand gegen diese 'ikone' mal wettert, scheint mir doch höchste zeit zu sein. ich habe schon seit langem den eindruck, das die sachen die unter seinem namen erscheinen, zu einem guten teil die werke von namenlosen sind. er sagt ja selbst, das meistens ein team dahinter steckt. ich weiß nicht wo, aber irgendwo werden sie schon stehen, die anderen namen ... so ist das halt mit den 'großen', in ihrem schatten wird man leicht übersehen.

ich finde spiekermann auch nicht gerade inspirierend. aber da gibt es ja genug anderes auf der welt ... :-)

Dav / formlos

Eventuell sind ja die 'United Designers', fuer die ja auch die 'Unit' urspruenglich gedacht war, die Kollegen, und die Menschen hinter und neben Spiekermann.. ( www.uniteddesigners.com )
Naheliegend waer das ja..

Heinrich

@ CHR15

und die sachen die du selbst erwähnt hast (punkt 3) findest du auch alle so schlecht?

ich will hier niemanden in schutz nehmen aber gleich mit kotzen vergleichen ist doch übertrieben. wo kommt deine frust her wenn du schon dein namen nicht nennst ist es sehr komisch

Digibo

Hallo, bleibt mal locker ihr beiden! Kein Grund sich zu streiten.
Außerdem haben wir alle unsere Namen samt Lebenslauf und Foto im Mitgliedsbereich gepostet. Heinrich, schau doch mal rein oben unter Mitglieder.

Heinrich

wir streiten uns doch nicht :-) das mit dem namen habe ich übersehen, sorry.

wenn jemand einen der viel erreicht hat einfach komplett über den dreck zieht dann finde ich es repsektlos, das hat sich der spiekermann auch nicht verdient, ich gehöre nicht unbedingt zu seinen fans aber ein wenig respekt sollte man schon haben.
nichts für ungut aber leieber chris :-) auf deiner seite ist das leucht grün auf weiss, nicht besser als rot auf grau und das noch in versalien, so viel zum thema regeln.

CHR15

wenigstens kommt mal ein bisschen bewegung in den blog, was heinrich? ;o)

ich denke, ich habe klar beschrieben, worum es mir geht.

versalien und lesbarkeit, grün auf weiss… soll ich jetzt nochmal von vorne beginnen? wenn es jemand wünscht tu ich es gerne, aber ich will hier niemanden langweilen…

Digibo

Endlich geht hier mal was ab. Das stimmt wirklich, weiter so!

thomas

erstmal thanks dav/formlos für die 'united designers' url, ich habe auch gleich reingeschaut. steht bis jetzt, außer einem kontakt, noch nichts drin. na ja, kommt noch, nehme ich an.

okay boris, ich lege noch was nach, bevor ich abnicke.
was ich gestalterisch von erik spiekermann kenne, sind eigentlich hauptsächlich seine schriftdesigns und die haben wiederum das design der letzten jahre sehr geprägt. aber ist eigentlich schonmal jemandem aufgefallen, wie sehr u. a. seine schriften auch andere schriftdesigner beeinflusst haben? funktionale, platzsparende proportionen (auch in den versalien), humanistischer duktus und - ich erinnere an mein erstes posting 'italics vs. obliques' - 'echte kursive', die wie ein damoklesschwert über mir baumeln, wenn ich eine grotesk schrägstelle! ;-) und jetzt kommt noch als nächstes die unit. meiner meinung nach ein uninspiriertes zugeständnis an den zeitgeist. wobei ich auch noch lesen durfte wie christian schwarz ihre italics zauberte und das das ziemlich teuer war. im endeffekt ist die unit eine meta mit tendenz zur hyperelliptischen form, was eher an modernistische klassiker anknüpft (jene, die vor jahren noch im vergleich zu fontshops newcomern ziemlich alt aussahen).
das nenne ich gekonnt: greife (d)eine erfolgsschrift wieder auf und lasse sie auch noch von erstklassigen typedesignern nach deinen vorstellungen liften ... schon hast du einen superstar. irgendwer hat hier vor einiger zeit geposted, wie oft die unit sich seit ihrer veröffentlichung verkauft hat ... ich denke ... genug ... es ist spät.

Ralf Herrmann

Wie Thomas schon andeutet: Man muss sich klarmachen, was die Intention einer Schriftentwicklung ist! Originalität ist zweifellos nicht die Prämisse der Unit, aber das war auch gar nicht geplant. Diese immer neuen Groteskfamilien mögen unspannend sein, sind aber genau das, was bei FontShop nachgefragt wird und was die Agenturen für ihre Corporate-Design-Entwicklungen brauchen. Somit hat Erik hier einen guten Job gemacht. Auch wenn es mancher Kollege langweilig finden mag.

Ralf

Dave

Auch wenn Chris mit seinem Posting eine imaginäre Linie durchbrochen hat, so hat er es doch zumindestens geschafft etwas Bewegung in die Sache zu bringen.
Jetzt fehlt nur noch Spiekermann himself. Es würde mich interessieren was er da so zu sagt.

Der Beitrag über die FF Unit befindet sich übrigens hier:
slanted.roteroktober.org/23/

Heinrich

wir gehen aber von thema ab, stimmt chris?
es ging doch nicht um seine schriften sondern um seine fähigkeiten als gestalter, die ich persönlich als sehr solide bezeichnen werde, gerade das buch ÜberSchrift, klar es ist vielleicht keine designinnovation aber es war bestimmt auch nicht als solche gedacht. das buch ist sehr solide gestaltet.

erik spiekermann

> Jetzt fehlt nur noch Spiekermann himself > Jetzt fehlt nur noch Spiekermann himself

erik spiekermann

Kritik finde ich nützlich, wenn sie

1. konkret und belegbar ist (welche meiner arbeiten findet der kollege "zum kotzen"?
2. die fakten kennt (mein blog ist absichtlich ungestaltet, das kann man auch nachlesen, aber das kostet natürlich mühe)
3. von leuten kommt, die wissen und hintergrund nachweisen können. Dabei muss designkritik nicht von designern kommen, wie ja auch theaterkritiker nicht schauspieler oder oder dramaturgen sein müssen.

Wenn sich jemand mit meiner arbeit beschäftigt hätte (was ja die voraussetzung für kritik wäre), wüsste er, dass ich *immer* gesagt und geschrieben habe, dass ich mich nicht für den grössten gestalter aller zeiten halte, sondern dass mein talent vor allem darin besteht, leute zusammen zu bringen, die besser sind als ich. Das war MetaDesigns stärke. Und alle namen habe ich immer genannt. Das tun nicht alle "art direktoren", die auch immer mit teams arbeiten.

Und wenn jemand wissen möchte, was ich als gestalter kann, dann empfehle ich einen blick in den Economist, die britische zeitschrift, die ich vor 3 jahren mit nur einem assistenten neu gestaltet habe. Oder alle schriftmuster für Berthold der 80er jahre, oder die Fontshop kataloge der 90er jahre. Oder die manuals für Audi, den WDR, das leitsystem für den flughafen düsseldorf, das für die BVG hier in berlin, etc. Das waren alles projekte, die ich mit mitarbeitern gemacht habe, die aber deutlich meine handschrift zeigen. Übrigens waren sowohl MetaDesign als auch FontShop für mich gestaltungsprojekte, und hier soll mir erst mal einer zeigen, was es heisst, einige hundert arbeitsplätze zu schaffen und 2 marken, die mich überleben werden.

Meine eitelkeit ist kleiner als meine faulheit, deshalb schiebe ich die "gestaltung" meines blogs immer wieder auf. Und weshalb es gegen "alle regeln des kommunikationsdesign" verstösst, würde ich gerne näher erfahren. Solche statements unbewiesen sind nur arrogant, nicht hilfreich. Aber vielleicht ist der kollege ja der experte, der uns das alles erklären kann. Übrigens ist die lesbarkeit am bildschirm von schwarz auf hellgrau erheblich besser als schwarz auf leuchtend weiss, auch wenn es vielleicht nicht ganz so "cool" aussieht. und rote balken ist ein selbstironischer kommentar, den die richtigen leute verstehen. Ich muss mit meinen 57 jahren niemanden mehr imponieren.

... das buch ÜberSchrift, klar es ist vielleicht keine designinnovation aber es war bestimmt auch nicht als solche gedacht. das buch ist sehr solide gestaltet. ...

es geht nie darum, dass ich zeige, was ich kann, sondern darum, dass ich ein definiertes publikum erreiche. Innovativ wäre völlig falsch für leute, die noch keine experten sind. ÜberSchrift ist ein lehrbuch für anfänger.

Verdient jemand in diesem forum sein geld als gestalter? Geht es um die pesönliche erfüllung oder um problemlösung? Auch eine schrift *darf* nicht zu neu sein, weil sie ja gerade nicht auffallen soll, sondern dienen muss. Deshalb ist auch die FF Unit nur eine weiterentwicklung, keine erfindung. FF Meta war zu ihrer zeit neu und ungewohnt, verstiess aber trotzdem gegen keine regeln, was zur sofortigen ablehnung beim leser geführt hätte.

A propos eitelkeit: letztes jahr habe ich in Den Haag den Gerrit Noordzij preis für mein typografisches schaffen bekommen. Ich glaube nicht, dass ausgerechnet die Niederländer einen solchen preis an einen ausländer vergeben würde, der nichts vorzuweisen hat.

e

thomas

tja, man muß sich an den klassikern reiben. aber eben auf höherem niveau! kann ich gut verstehen ...

die ff meta war innovativ und ist inzwischen ein klassiker. die ff unit ist, wie ralf herrmann schon ganz richtig einwandte, zweckorientiert und natürlich auch erstklassig gestaltet.

aber man möge mir zugestehen, das ich auch im typedesign noch etwas anderes suche als lösungen die sich bewährt haben, die funktional sind und nach allen regeln der kunst gezeichnet wurden.

ich bin halt eher ein romantiker! ;-)

Heinrich

warum schreibt jetzt keiner mehr?

Nima

1:0 für mich!

Robert Flubacher

Nicht gerade eine interessante Diskussion bisher.

Dennoch ist es schön zu sehen, dass die bewiesener Maßen »wirklich« Großen der Branche sich nicht zu schade sind, auf Kritik – berechtigt bzw. nützlich oder nicht – zu reagieren und sich auf eine Diskussion (ich hoffe es wird noch eine interessante) einzulassen. Zumindest in diesem Fall. Ich denke da gibt es andere Charktere …

In diesem Sinne
Grüße aus dem »kreativen« Süden
RHF

PS: Ich versuche immernoch hinter Herrn Spiekermanns Groß- und Kleinschreibungs-System zu kommen. Ich bin mir sicher, dass es eines gibt … ;-)

Robert Flubacher

ACH ÜBRIGENS:

»Übrigens ist die lesbarkeit am bildschirm von schwarz auf hellgrau erheblich besser als schwarz auf leuchtend weiss …«

Danke! Somit wäre mein Prinzip zur Typographie am Bildschrim von höchster Stelle bestätigt.

Noch einmal Grüße
RHF

Sascha C. Schalthöfer

> Herrn Spiekermanns Groß- und Kleinschreibungs-System

Es ist wie im englichen alles wird klein geschrieben, nur die Eigennamen und Markennamen werden groß geschrieben.

Digibo

@ Erik Spiekermann

Ich finde es auch stark, dass Sie sich persönlich melden und sich nicht zu schade sind, Stellung zu nehmen.

Sie haben Recht, Sie müssen mit Ihren 57 Jahren niemandem mehr imponieren. Trotzdem erwähnen Sie den Gerrit Noordzij Preis und heben damit das Ganze wieder auf. Müssen bzw. wollen SIe jetzt imponieren, oder nicht?

--

@ CHR15

Ich fordere ein Statement von Dir auf den Beitrag von Erik Spiekermann! Das bist Du ihm schuldig!

--

@ Robert Flubacher

Unser Blog ist noch scharz/weiss bzw. ungestaltet. Wir diskutieren intern noch über das Erscheinungsbild, das wird bald besser. Aber ich finde auch, dass wir die Farben so schnell wie möglich ändern sollten.

--

@ Nima

?????

--

@ Thomas

Ich bin auch Romantiker ;)

CHR15

guten tag herr spiekermann,
ich hoffe, diese nachricht erreicht sie noch.

trotz der unangenehmen umstände, erfreut mich ihre reaktion. paradoxerweise, gerade weil ich ihre typografische arbeit sehr schätze.

genau dies habe ich auch in meiner kritik mehrfach zum ausdruck gebracht.

das alles mag untergegangen sein in der zugegebenermassen polemisch-impulsiven und teilweise mehr als unsachlichen wortwahl.

da gibt es kein herumreden und dafür will ich mich hiermit auch in aller deutlichkeit bei ihnen entschuldigen!

beste grüsse,
c. steurer

ps:
ich nehme an dieser stelle bewusst keine stellung zu den einzelnen kritikpunkten. alles weitere wird folgen.

erik spiekermann

… Müssen bzw. wollen SIe jetzt imponieren, oder nicht? …

Muss ich nicht, aber anscheinend sind die teilnehmer der diskussion nicht so gut informiert, wie ich es erwarten würde angesichts der doch ziemlich heftigen ausdrucksweise. Wollte damit nur andeuten, dass es offensichtlich neutrale beobachter gibt, die meine arbeiten kennen und sie nicht "zum kotzen" finden. Was übrigens jedem wirklich unbenommen ist. Ich finde auch vieles ganz entsetzlich, was preise und medaillen gewinnt.

Nun wieder etwas konstruktives:

1. meine schreibweise wurde schon erklärt. Richtig!

2. ich nenne kollegInnen immer beim vornamen. Falls ihr euch als solche seht, sprecht mich bitte nicht mehr mit "Herr Spiekermann" an! Erik reicht.

3. ich finde regelbruch sehr wichtig, aber nur den bewussten. Also erst lernen, dann vergessen. Alles andere ist infantil.

4. genause sehe ich es mit kritik. Ruhig scharf in der form und sehr persönlich, aber immer basierend auf fakten und nicht auf vermutungen.

5. gestaltung ist nicht nur die visuelle formgebung. Auch prozesse, unternehmen, verhaltensformen werden gestaltet. Ich betrachte deshalb das projekt MetaDesign als von mir gestaltet und trotz des schlechten ausgangs für mich als ein erfolgreiches. Die leute, die dort seit 1979 gearbeitet haben, sind immer noch (nun gut: die meisten) meine freunde und kollegen. Und alle bekennen, dass die zeit bei Meta wichtig für sie war. Ich habe damit auf eine ganze gestaltergeneration grossen einfluss gehabt, und die auf mich. Wenn alle meine schriften schrott wären, kein layout je bestand hätte und meine bücher ungelesen blieben, wäre mir das genug als beitrag zu unserer "szene" (wobei ihr die berliner u-bahn gesehen haben solltet, bevor wir da gestalterisch eingegriffen haben).

6. persönliche entschuldigungen sind nicht nötig. Wenn ich für jedes mal, bei dem ich mich im ton vergriffen habe, bezahlt worden wäre, müsste ich nicht mehr arbeiten. Und wer austeilt, muss auch einstecken können.

Robert Flubacher

@Digibo
»Unser Blog ist noch scharz/weiss bzw. ungestaltet. Wir diskutieren intern noch über das Erscheinungsbild, das wird bald besser. Aber ich finde auch, dass wir die Farben so schnell wie möglich ändern sollten.«

Mein Kommentar war nicht auf euren Blog bezogen. Eher ganz allgemein.
Dennoch: Tut das …

@Erik (das macht Spaß ;)
»… Wenn alle meine schriften schrott wären, kein layout je bestand hätte und meine bücher ungelesen blieben, wäre mir das (siehe oben) genug als beitrag zu unserer "szene" …«

Ausrufezeichen.

james

hmm, womit mal wieder belegt wäre, dass die meisten grossmäuler den schwanz einziehen wenn sie auf höhere autorität treffen--traurig.

Dave

@ Erik
@ Robert Flubacher
@ Digibo

Ich stimme euch zu, dass es optimalere Lösungen gibt als schwarz auf weiß. Vorallem ermüdet das Auge durch das helle Leuchten des Bildschirms viel schneller. Textintensive Seiten wie diese sollten einen erträglicheren Hintergrund haben. Dennoch wirkt es schon fast so auf mich als sei' es eine Sünde einen weißen Hintergrund zu verwenden. Und warum es "cool" sein soll diese Farbkombi zu wählen verstehe ich nicht ganz. Ich würde es eher als "Web-Standard" bezeichnen oder auch als "Bequemlichkeits-Lösung", da die meißten Web-Farben mit dieser Kombi harmonieren.
Ich persönlich habe mich daran aber noch nie gestört.

@ All

Ich finde es etwas erschreckend wie leicht sich manche Leute über die Gestaltung anderer aufregen. Wohin soll das noch führen? Bald traut sich keiner mehr seine Arbeiten zu veröffentlichen, nur weil er Angst hat dass an der nächsten Ecke jemand deshalb "Kotzen" muss.
Gestaltung ist doch auch Geschmackssache. Was der Eine scheußlich findet kann dem Anderen wiederum gefallen. Die Erfahrung sollte doch schon jeder von uns gemacht haben, oder?

@ Chris (CHR15)
Wir sind schon gespannt auf deine Stellungnahme zu den einzelnen Kritikpunkten.

Nick Tornado

Da hab ich mich schon so auf den Showdown gefreut, auf der einen Seite der talentierte Design-Rocker, dem ein wenig der Gaul durchgegangen ist, der gerne mal an etablierten Stuehlen ruettelt oder auch einfach mal etwas Leben bzw. Aufmerksamkeit in diesen jungen Blog bringen wollte. Auf der anderen Seite der etablierte Altstar, der andere gerne mal davon abhaelt, die Schafe zu zaehlen, pardon zu stehlen, seines Zeichens graue Eminenz aus goldenen Grafiker Zeiten, dem keine Unflaetigkeit entgeht. Mit Popcorn und einem Sixpack polnischen Starkbier hau ich mich in freudiger Erwartung vor den Rechner, und?

Nix.
Loest sich alles in harmoniesuechtiges Wohlgefallen auf?
Gibt's doch gar nicht. Muss ich wohl doch wieder Big Brother gucken.

Scheisse.

Nick Tornado

Schwarz auf Weiss am Bildschirm...

...ist keine Suende, aber auch kein Webstandard, sondern verstoesst ganz einfach gegen die allgemeine Regel. Da gibt's nix zu ruetteln, und wenn sich bei slanted Lesern der erste Fall von Schneeblindheit einstellt, dann ham wir die Kacke am Dampfen...

CHR15

hier nun, in aller eile, meine eigentlichen kritikpunkte. gestufft und sachlich vorgetragen.

> SPIEKERBLOG (www.spiekermann.com)
grundsätzlich gibt es in der benutzerführung klarer gestaltete blogs. darum geht es mir. ein blog braucht keine visuelle revolution, denn es geht um schnell erreichbare, abrufbare, einstellbare information. dies scheint mir nicht gelungen, weil

a) die farben rot und schwarz (im inhaltlichen teil auf der linken seite) so eingesetzt (vice versa wäre richtig!) wurden, dass sie die hierarchie zwischen head und subhead verwischen anstatt zu unterstützen. diese unterstützung wäre dringend nötig, weil

b) die wahl der zeilenabstände in der übersicht, aber auch innerhalb der einzelnen postings, zu gleichwertig ist. es gibt keinerlei weitere formale mittel wie linien, farbfächen etc. die diesem entgegenwirken könnten. dieser recht diffuse eindruck wird in den navigationsbalken auf der rechten seite fortgeführt, weil

c) der menü-punkt zentriert im roten balken steht, die nachfolgenden unterpunkte sind wiederum linksbündig gesetzt. so entsteht für's auge keine klare linie. die information wird nicht auf schnellstem wege transportiert. dazu trägt ebenfalls der umgang mit der zweisprachigkeit bei, weil

d) diese keinerlei unterscheidungsmöglichkeit bietet. das auge muss jede einstiegszeile bzw. head anlesen um dann zu entscheiden, ob es sich an der richtigen stelle befindet. das kostet zeit, geduld und konzentration. diesem effekt kann auch längere eingewöhnungszeit nicht entgegenwirken.

das waren meine kritikpunkte zum spiekerblog. meines erachtens alles objektive punkte, die nicht das kriterium der innovativen gestaltung sondern grundaspekte der wahrnehmung bzw. des informationsdesigns zugrunde legen.

subjektives wie schriftstil, schriftmix, schmuckfarben, proportionen etc. habe ich bewusst beiseite gelassen, weil eben subjektiv.

> ÜBERSCHRIFT (www.typografie.de)
die tücke bei dieser publikation liegt in der überbordenden fülle der informationen. textliche und bildlich. diese nach kriterien der leselust bzw. lesewilligkeit (wohlgemerkt ohne einen subjektiv-zeitgenössischen designanspruch an dieser stelle zu fordern!) in den griff zu bekommen scheint mir, zumindest auf dem grossteil der seiten, nicht gelungen, weil

a) es an konstanten für die unterschiedlich anspruchsvollen abbildungen fehlt. beispielsweise könnten alle schriftmuster-beispiele auf einer
definierten fläche stehen (vgl. s. 27). damit würde sich die text-bildebene nicht permanent vermischen und das auge könnte sich nach kurzem einlesen schnell orientieren, weil

b) die farbe weiss als gestaltungselement plötzlich wieder vorhanden wäre und damit verbunden mehr übersichtlichkeit für jede doppelseite, weil

c) sich die unzähligen kleinen bildformate wie ausschnitte, illus etc. nicht permanent selbst konkurrieren würden, weil

d) die geraden seiten in ihrer funktion als eine art stimmungsbildende massnahme gestärkt würden. auch dieser effekt wäre intensiver, wenn nicht alle fotos und abbildungen permanent im anschnitt lägen.

e) die vollfarbigen doppelseiten als kapiteltrenner ( vgl. s. 8/9) haben zwei identische formale stilmittel (graue fläche), die inhaltlich vollkommen unterschiedliche information tragen (zitatgeber und kapitelinfo). dies kann nicht als gestalterische methode durchgehen und wenn, passt es wiederum nicht zum rest des buches.

f) erik weist ja in den viel zu langen und zu selten durch absätze strukturierten marginalspalte (rot) selbst darauf hin (vgl. s. 7), dass es schlimm wäre diese kleine schrift lesen zu müssen ;o)

und jetzt mal total subjektiv: ich finde es einfach sehr schade, dass der hochwertige inhalt so verpackt wurde. auch oder gerade weil es eine neuauflage ist, hätte man sich (nach über zehn jahren) die mühe machen können gestalterisch ein bisschen dampf in die sache zu bringen. es gibt zahlreiche alte und neue beispiele (detailtypografie v. forssman / de jong) (when down is up v. john miller)(typographie v. emil ruder) bei denen das auf unterschiedlichste art und weise gelungen ist.

> IN EIGENER SACHE
ich hoffe, jetzt ist klarer geworden, was ich mir in meinem ersten emo-posting von der seele meckerte. ich gehe aber gerne nochmal auf einzelne punkte ein, wenn das jemand wünschen sollte.

fühlt euch frei mich zu kritisieren, aber tut es in diesem blog und auf direkte art und weise!

Heinrich

chris, mir ist nicht klar was du damit erreichen wolltest aber in den meisten punkten kann ich dich leider nicht ernst nehmen, ich bin auch sehr kritsch und setze mich oft mit sachen auseinander auch wenn es nicht sein muss aber, was du da schreibst ist lächerlich und klein karriert.

ich habe das buch gelesen (auch wenn es für anfänger ist), ich hatte nicht den eindruck, dass da was komisch oder falsch ist im gegenteil nach ein paar seiten habe ich mich immer sofort zu recht gefunden ohne zu überlegen was ist jetzt was.

wenn das format grösser wäre könnte man bestimmt einige sachen anders/besser machen aber wenn meine oma ein schnurrbart hätte wäre sie mein opa.

CHR15

That hold you yes in the head not out!

kai

hallo zusammen,
ich habe jetzt mal schnell versucht, mir ein
Bild von besagter Seite zu machen. manche Kritikpunkte sind schon ein wenig "kleinkariert"...aber jeder, der es sich rausnimmt, altbewährtes in Frage zu stellen, hat meinen Respekt...Ich kann bei einigen Punkten zustimmen. Kritik zu üben, heisst nie, seine eigene Arbeit überragend zu finden, vielmehr ist das diskutierte Beispiel fast egal, es geht darum, sich mit anderen Arbeiten ausseinanderzusetzen, Kommunikation zu erzeugen und daraus zu LERNEN.
Von daher ist Kritik IMMER ERNST ZU NEHMEN, lieber Heinrich!

kai

heinrich, noch nie was von damenbartwuchs gehört?!?!

Heinrich

>Von daher ist Kritik IMMER ERNST ZU NEHMEN, lieber Heinrich!

nein, das stimmt nicht, sehe den thread EXPERT OCTOMEDIA.

wenn man gewisse sachen kennt und überzeugt ist, dass die ok sind, dann muss ich nicht alles was andere nicht gut finden ernst nehmen, wenn es so wäre dann würde man nie den punkt erreichen wo man hinter eigenen sachen steht und eigene persönlichkeit entwickelt.

kai

ach, das ist doch Quatsch...ernst nehmen heisst respektieren, reflektieren...und nicht einfach nur blöd die eigene meinung dgegengesetzt... eine eigene persönlichkeit entwickelt man nur, wenn man jegliche Art von Kritik erst mal analysiert...Du aber hast Dir wahrscheinlich irgendwann mal eine Meinung gebildet und behälst die jetzt...Dein Kommentar bedeutet, dass das Entwickeln deiner persönlichkeit anscheinend abgeschlossen ist...schade!
Auch Deine Gegenargumente zu den statements von Chris sind sehr spärlich!!!!

Heinrich

kai was hat die diskussion hier mit mir zu tun? respektierst du meine meinung? und du hast recht, ich ändere selten meine meinung, nur in fällen die mir deutlich das gegenteil beweisen, das tut aber die kritik von chris an sachen von erik nicht.

kai

o.k, wir sollten damit aufhören....kurz was anderes, du bist ja auch auf www.midisko.com vertreten, stimmts??????

Heinrich

>du bist ja auch auf www.midisko.com vertreten
ja, aber das gehört echt nicht hier rein.

james

>ja, aber das gehört echt nicht hier rein.
iss ja auch nicht so dolle

erik spiekermann

Hallo freunde,

immerhin gibt es jetzt ein paar konkrete ansätze.

Dazu konkrete anworten:

Mein blog ist mit dem programm iblog gemacht, ohne eine einzige zeile html und nur mit 5 minuten (na gut: eine stunde) rumschrauben an den templates. Mir gefallen weder die navigation noch die typo, aber für mehr hatte ich bisher keine zeit. Es erfüllt trotzdem den hauptzweck: jeden tag kriege ich anfragen von studenten, die irgendwas über mich oder meine ansichten wissen wollen oder erfahren müssen. Da ich als oberchaot nie was fertig habe, hat mich das früher jeden tag ein paar stunden gekostet. Jetzt sind da genügend informationen vorhanden und trotz des scheissinterfaces auch zu finden um mir fast alle anfragen vom halse zu halten. Vergesst nicht: ich bin weder mit html noch flash aufgewachsen. Dafür kann ich mit blei setzen, auf grossen maschinen drucken, negative selber entwickeln, autos reparieren, gitarre spielen und radierungen machen. Nützt mir zwar alles nichts mehr, aber da sind meine jungen jahre für draufgegangen. Und irgendwann mache ich alles entweder mit Golive oder mit Movable Type ganz neu!

Die erste version von Stealing Sheep hat sich in den USA 150.000mal verkauft, echt! Ist in allen designschulen als standardwerk vertreten. Der verlag, der die rechte auch für die deutsche ausgabe hat, wollte unbedingt das alte buch einfach übersetzen lassen und neu drucken. Ich habe mich dann doch durchgesetzt, es selber auf deutsch geschrieben und bei der gelegenheit einige abbildungen neu gemacht, einige themen hinzugefügt und ein paar neue schriften abgebildet. Aber es sollte unbedingt wie der alte bestseller aussehen. Und der hatte funktioniert. Die marginalspalte mit der eigentlich zu kleinen schrift verführt gerade deshalb zum lesen, und die grundsätzliche trennung von text und bild wird hin und wieder absichtlich aufgehoben. Natürlich ist auch mir das buch inzwischen zu voll, aber am format wollte ich nichts ändern.

Man könnte alles anders machen, aber es gibt genügend bücher, die gross und akademisch das thema typografie und schrift angehen. Mein auftrag war 1992 von Adobe, ein buch zu machen, das für die "hausfrau" und anderen laien zugänglich sein sollte. Das ist angesichts der verkaufszahlen offensichtlich gelungen. Das problem ist nämlich, viel wissen in kleine häppchen zu unterteilen und schmackhaft zu servieren. Viel schreiben kann jeder. Aber auf jeweils einer seite ein ganzes typografisches prinzip abzuhandeln, das dauert länger. Meine spezialität ist es eben, unter dem vorwand des harmlosen plaudertons wissen zu vermitteln.

Noch einmal: es geht bei den meisten aufträgen nicht darum zu zeigen, was ich alles kann, sondern ein bestimmtes problem zu lösen. Genauso ist das beim schriftentwerfen: 95% einer schrift müssen sein wie alle anderen schriften auch, sonst wirkt sie störend (ich rede natürlich nur von textschriften). Und selbst für den rest gilt, dass es nicht um schöne buchstaben geht, sondern um lesbare wörter und sätze. Deshalb ist Rotis auch so scheisse: tolle buchstaben, schlechte schrift.

Ich könnte auch ein ganz anderes typografiebuch machen. Aber das machen andere ja schon. Ich bin kein künstler und habe keinen drang, mich zu verwirklichen. Wenn mich ein verlag bäte, ein grosses buch zu machen mit viel weissraum und edlen sprüchen auf gutem papier würde ich wahrscheinlich doch lieber ein kleines, handliches, rotes buch machen, das sich jeder leisten kann.

Übrigens denke ich bei jedem job, den ich gemacht habe, dass ich ihn auch ganz anders hätte machen können. Aber irgendwann muss man sich für eine form entscheiden und dann damit leben. Die trennseiten zwischen den kapiteln in "ÜberSchrift" sind ein überbleibsel der ersten auflage, die nur 2-farbig gedruckt werden durfte. Also habe ich für jeden bogen und einige halbe bogen jeweils eine sonderfarbe genommen, sodass das ganze buch am ende farbig wirkte. Inzwischen ist es von den kosten her kein thema mehr, alles 4-c zu drucken, aber die bunten trennseiten mussten bleiben wegen der geschichte.

redman

hallo zusammen,

erstmal find ich es super das sich erik hier der kritik stellt, die ich übrigens als ziemlich oberlehrerhaft und kleinkariert empfinde.

einziger kritikpunkt an »ÜberSchrift« ist eigentlich nur das foto aufm titel, nur die typo wär viel schöner [na ja, aber dann ist man schon ziemlich nah dran an willbergs »Lesetypografie«].

sehr wichtig finde ich die soziale komponente die erik anbringt [bücher für alle].

absolut pervers finde ich die preisentwicklung für gestaltungsbücher, z.B. »Branding Interface« von metk für 128,- euro, absolut indiskutabel und lächerlich.

nike

jetzt möchte ich das auch mal kommentieren.

ich finde den spiekerblog super. mag sein, dass er optisch keine bereicherung der designwelt ist aber inhaltlich finde ich ihn einmalig. wann hat man schon mal die möglichkeit einer "typogröße" über die schulter zu schauen. und seine ansichten, die er auf seiner seite schreibt sind für mich eine echte bereicherung.

ich finde auch, dass typografen und grafikdesigner zu leichtfertig in eine schublade gesteckt werden. die anforderungen an beide sind grundsätzlich unterschiedlich. und es gibt nur wenige gute typografen, die auch gleichzeitig hervorragende grafikdesigner sind. man kann einfach nicht gleichzeitig auf zwei hochzeiten tanzen.

was ich auch sehr schade finde ist, dass hier eine deutschsprachige plattform für typografie geschaffen wurde die wirklich vielversprechend ist aber die hälfte der aussagen nur postpubertäres gequatsche ist. ich habe aber immer noch die hoffnung, dass man sich wie erwachsene menschen austauschen kann, mit dem nötigen respekt dem anderen gegenüber und konstruktiver/sachlicher kritik.

Digibo

> was ich auch sehr schade finde ist, dass hier eine deutschsprachige plattform für typografie geschaffen wurde die wirklich vielversprechend ist aber die hälfte der aussagen nur postpubertäres gequatsche ist.

Das finde ich etwas übertrieben. Im Gegensatz zu anderen deutschsprachigen Foren haben wir bis jetzt ein recht gutes Niveau. Außerdem gibt es Slanted erst seit kurzen und die meisten der Mitglieder haben zwar Ahnung von Typografie, für sie ist aber das Forum etwas völlig Neues. Man muss erst mal seine Erfahrungen im Umgang mit anderen im Internet machen. Viel wird sofort falsch verstanden, obwohl man es ganz anders gemeint hat. Außerdem kann ja jeder Kommentare abgeben; egal, ob er Ahnung hat oder nicht. Dass kann das Niveau auch sehr beeinflussen. Ich habe auch die Hoffnung, dass wir die Anfangsschwierigkeiten überwinden und zu einem respektierten Forum werden, in dem wir uns sachlich und wie Erwachsene über unser Lieblingsthema Typografie austauschen können.

Dominik

> deutschsprachigen Foren

Es stellt sich aber doch einfach die Frage, ob man sich nur in Konkurrenz zu den deutschen Foren wähnen sollte - vor allem Typografie scheint durch die starke Webaktivität ein ziemlich internationale Komponente bekommen zu haben. Die meisten Typo-Interessierten sind mit ziemlicher Sicherheit des Englischen mächtig. Analphabeten schließt das Thema an sich schon aus. (Sollte man meinen...)

Emotionale Diskussionen gibt es zwar auch in den bekannten Englischsprachigen Foren, aber in den meisten Fällen bleibt eine gewisse Sachlichkeit doch erhalten. Vielleicht sollte man doch öfter versuchen objektive Argumente mit einer objektiven Widerlegung zu kontern und nicht einfach eine pauschale Ablehnung in den Raum werfen. Kritik nicht immer als Beleidigung sehen, sondern vielleicht als Chance einen neuen Blickwinkel zu bekommen. Wenn das ganze in einer angemessenen Form passiert, darf sich daran eigentlich niemand stören.

Ich kann mich den Hoffnungen von "Digibo" nur anschließen. Das Thema Typografie würde eigentlich niveauvollere Diskussionen hergeben.

kai

na dann fangt doch endlich mal an mit euren "niveauvolleren Diskussionen"... bin gespannt!

CHR15

ohne kleine karos gäbe es die meisten komplexen erscheinungsbilder der letzten 10-15 jahre nicht. so ist das.

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