John Downer: Sign painters play tricks / Freitag, 17 Uhr – Hall

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Der auf Goldblatt spezialisierte Schildermaler John Downer lehrte seine Zuhörer über den Raum innerhalb und zwischen Beschriftungen. Wie viele andere Sprecher auch, machte er zu Beginn des Vortrags Bilder vom Publikum, sogar gleich drei (für seine Mutter). Er war noch nie in Berlin, hat auch noch nie vor so vielen Leuten gesprochen und freute sich daher besonders über die Einladung.

Das Thema seines Vortrags wurde auf der Typo Berlin-Seite wie folgt beschrieben:
»Als Schildermaler interessiert mich die Lichtquelle und was sie für die Wahrnehmung der Schrift bedeutet. Wie gelingen uns dreidimensionale Buchstaben auf der Fläche? Wir kennen die Methoden, die die Illusion räumlicher Tiefe schaffen. Buchstaben werfen Schatten, der Betrachter sieht Reliefs. Highlights lassen Formen dreidimensional erscheinen. Kombiniert man die Techniken, sehen flache, gemalte Lettern aus, als hätte man sie ausgeschnitten und im RAUM aufgehängt.«
Diese Zeilen fassen den tatsächlichen Inhalt der Präsentation sehr gut zusammen.
(Zudem war ich bei dieser Präsentation mehr mit Knipsen als mit Mitschreiben beschäftigt.)

Zu Beginn gab John Downer eine kleine Einführung in die Arten von Schatten, da die meisten Leute und auch Grafiker lediglich eine Art kennen (drop shade). Diese Erklärungen zeigte er am Buchstaben E, dem Buchstaben, der im Englischen (und ich meine auch im Deutschen) am Häufigsten vorkommt. “Keep edge short!”, lautet ein Tipp, den er nicht oft genug wiederholen kann.

Der in Iowa-City lebende Schildermaler präsentierte gute und schlechte Beispiele von Beschriftungen. Manche Schildermaler erkennen nicht, woher die Lichtquelle kommt und sind nicht konsequent genug, wenn es darum geht, Schatten zu zeichnen. Manche Schatten sind auch in Hektik entstanden und dann sieht man schnell die Inkonsistenz innerhalb der Buchstaben.

Ich lasse die hier gezeigten Bespiele bewusst unanalysiert und unkommentiert, so dass sich jeder sein eigenes Urteil bilden kann. Überraschend ist auf jeden Fall zu sehen, wie viele Fehler gemacht werden können; zum Beispiel bei 3-D-Schriftenein ein unangepasster Wechsel von konkav und konvex, oder von hell zu dunkel... .

Morgen findet um 15 Uhr ein Workshop mit John Downer statt.

















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