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Kommunikation im Social Web / Bachelorarbeit von Peter von Freyhold

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Social Web und Screen-to-screen-Interaktion verändern als Medium der Zukunft nicht nur die Technik der zwischenmenschlichen Kommunikation, sondern, wie bei neuen Medien üblich, viele gesellschaftliche und kulturelle Bereiche. Das richtige Verhalten und Grundsätze für den Umgang mit den neuen Möglichkeiten entwickeln sich aber erst über die Jahre hinweg. So kann man seit einiger Zeit interessante Beobachtungen über eine Gesellschaft im Wandel anstellen, die sich noch teilweise in der Lernphase im Bezug auf ein angemessenes Kommunikationsverhalten im Netz befindet.

Der oft unbedachte Umgang mit den neuen Medien bietet Anlass, die Kommunikation im Netz etwas misstrauischer zu begutachten und für einen Augenblick auf mögliche negative Folgen unseres Lebens im Internet hinzuweisen. Es scheint, als ob eine kritische Hinterfragung einzelner Tendenzen der aktuellen Entwicklungen – in der breiten Masse der Internetnutzer – kaum stattfindet und der Hype um Online-Netzwerke weiterhin anhällt. 
Das textlastige Magazin soll die theoretische Auseinandersetzung mit problematischen Themen der Social Web Nutzung anregen und einen Überblick über bisher vielleicht nicht wahrgenommene Auswirkungen der zunehmenden digitalen Kommuniaktion geben.

Die einzelnen Artikel/Essays decken ein breites Themenspektrum ab, das durch ein Interview mit Clemens Bellut (ehem. stellv. Leiter Design2context, Institut für Designforschung, ZHdK) und Prof. Hartmut Wöhlbier (Interaktive Medien, HS Mannheim) sowie einer Online-Umfrage und Statistiken mit zusätzlichen Standpunkten ergänzt wird.

Da es sich um keine rein wissenschaftliche Arbeit handelt, viele persönliche Einschätzungen enthalten sind und das Internet sich sowieso ständig wandelt, ist das Ziel des Magazins die eigenständige Auseinandersetzung mit einigen unliebsamen Themen beim Leser anzuregen.

Gestalterisch spielt das Magazin mit dem Kontrast zur predigitalen Kommunikation durch Einbindung von alten Postkaten. Die Naviagtion findet über eine Artikelübersicht in der Heftmitte und über Querverweise (ähnlich wie Links) an der Seite der Texte statt. So entfällt eine lineare Leserichtung vom Anfang zum Ende und der Leser kann für weiterführende Informationen zwischen den Themen springen. Die Farbgebung basiert auf den drei RGB Grundfarben.
 
Was hat Dich an Deinem Bachelor-Thema, der Kommunikation im Social Web, besonders interessiert?
Für mich persönlich – und wahrscheinlich auch für die meisten anderen Menschen – hat das Social Web einen starken Einfluss auf den Alltag, auf das Kommunikationsverhalten und die Beziehungspflege. Die Veränderung der Gesellchaft durch die digitale Kommunikation ist natürlich nichts Neues, aber es hat eine ganze Weile gedauert bis sich nun auch langsam die breite Öffentlichkeit für diese Themen interessiert. Das merkt man daran, dass gerade immer öfter in den Medien über die Auswirkungen unseres Lebens im Netz berichtet wird. Ich denke die Entwicklung, sich nicht nur euphorisch, sondern auch kritisch und mit mehr Weitsicht den neuen Möglichkeiten und Technologien zu nähern ist sehr wichtig für die Zukunft. Die positiven Effekte des Social Web sind für jedermann offensichtlich, aber die langfristigen Veränderungen der Gesellschaft und der Kultur werden eben, wie bei jedem neuen Medium, erst nach einer Weile sichtbar. Und manche davon erscheinen mir zurzeit nicht unbedingt positiv, zum Beispiel der Umgang mit der Selbstdarstellung oder der Kontrollverlust über Netzinhalte. Da mich die Auswirkungen direkt betreffen hat meine Auseinandersetzung mit dem Thema eine sehr persönliche Motivation. 
Welche Themenfelder hast du bearbeitet und wie bist Du dabei vorgegangen?
Viele der Themen kommen aus der soziologischen, medienwissenschaftlichen oder psychologischen Ecke, mit denen ich mich vor dem Projekt noch kaum beschäftigt hatte. Deswegen bestand ein Großteil der Arbeit natürlich aus viel Lesen und Internetrecherche. Ich habe versucht wie bei einer wissenschaftlichen Arbeit vorzugehen und mich zuerst auf die Texte zu konzentrieren, allerdings nicht immer ganz objektiv. Auf den Fotos sieht man nicht viel von den Texten, aber sie sind der eigentliche Hauptteil der Arbeit. Die Themenfelder sind unter anderem das Private in der Öffentlichkeit, Selbstinszenierung und Narzissmus, Netzstrukturen und Beziehungen, Skandale und Kontrollverlust, personalisierte Inhalte und Werbung, der Umgang mit Nutzerdaten, Sprachwandel, Cybermobbing, Definitionen und aktuelle Trends. 

Du spielst gestalterisch mit dem Kontrast zur predigitalen Kommunikation durch Einbindung von alten Postkaten. Warum hast Du Dich für diese visuelle Herangehensweise entschieden?
Die alten Postkarten, die Bilder und Texte darauf, sollen dem Leser einen möglichen Vergleich zur damaligen Kommunikation geben und dadurch die Veränderungen in der heutigen Kommunikation und Gesellschaft visuell unterstreichen. Die aktuelle Situation hat jeder vor Augen, da kann es ganz interessant sein einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und darüber nachzudenken wie man früher ohne die digitalen Möglichkeiten zurecht gekommen ist, welchen Wert Fotos hatten oder wie sich der Schreibstil geändert hat. Die Postkarten sind oft mit Zitaten oder Grafiken kombiniert, die Bezug auf das Social Web nehmen und zusammen mit den Karten spielerisch mit dem jeweiligen Thema umgehen.
 
Wie denkst Du, wird sich die Kommunikation in Zukunft in sozialen Netzen verhalten?
Ich glaube die Kommunikation in Online-Netzwerken wird sich irgendwann, wenn alle die neuen Möglichkeiten ausgiebig genutzt haben und das Interesse am gerade Neuen sinkt, auf einem niedrigeren Niveau einpendeln. Das zeigt sich auch an sinkenden Nutzerzahlen von Facebook in hochtechnologisierten Ländern wie Japan oder den USA. Ich kann mir schwer vorstellen dass alle Menschen, die jetzt ständig ihre Erlebnisse in der Öffentlichkeit der Netzwerke teilen, das ihr ganzes Leben lang durchhalten. Vielleicht wird die Kommunikation einfach wieder direkter und persönlicher. Das Internet verändert sich sehr schnell und die Kommunikation wird sich auch sehr schnell weiter entwickeln. In ein paar Jahren gibt es vielleicht schon gar kein Facebook oder Twitter mehr, dafür aber bestimmt viele neue Dienste. 

Kommunikation im Social Web
Eine kritische Betrachtung der digitalen Gesellschaft

Gestaltung: Peter v. Freyhold
Hochschule: Hochschule Mannheim, Fakultät für Gestaltung
Veröffentlichung: Juni 2013
Umfang: 106 Seiten
Format: 21 x 28 cm
Sprache: Deutsch
Specials: HP Indigo Druck, UV-Direktdruck (Cover), Naturpapier

vonfreyhold.com 
 

Gast

Sehr schön geworden!!! lg Hanna

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