Nea Machina – Die Kreativmaschine / Neues Buch im Hermann Schmidt Verlag

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Die Zwillinge Poschauko arbeiten am liebsten ungewöhnlich und unter Vermeidung des Rechners. Spielen, basteln und forschen wollen sie mit ihrer Arbeit, benutzen handwerkliche Techniken, fotografieren oder scannen das Ergebnis, nur um von dort aus wieder den nächsten Schritt zu tun.

Oder sie setzen sich möglichst enge Regeln und schauen, was innerhalb dieser Grenzen alles möglich ist. Vier Monate lang versuchten sie, aus einem Porträt und dem Schriftzug »Nea Machina« möglichst viele Varianten zu erstellen. Heraus kamen rund 1000 Versionen und, letzten Endes, ein Buch bei Hermann Schmidt Mainz. Hier erklären sie, warum sie die Bilder wie bearbeitet haben und legen dadurch den kreativen Prozess offen und leicht verständlich dar. So wurde aus einem Experiment ein Kreativtool, welches den Poschaukos einige Awards und sogar den Respekt von Größen wie Stefan Sagmeister und Kurt Weidemann einbrachte.

Nea Machina | Die Kreativmaschine
Kopf – Bauch – Hand – Computer

Autor und Gestaltung: Thomas und Martin Poschauko
Verlag: Hermann Schmidt Mainz
Umfang: 408 Seiten, über 1400 Abbildungen
Format: 24,5 x 31,5 cm
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3874397629
ISBN-13: 978-3-87439-762-9
Preis: 68 Euro

hier bestellen / buy here

Kristina

In der Januar Ausgabe 2011 der brand eins gibt es zu den Zwillingen einen interessanten Beitrag:

http://www.neamachina.com/fileadmin/user_upload/Pdfs/Nea_Machina_Brandei...

Gast

ein wirkliches wunderschönes buch!

Gast

wirklich ein tolles buch. allen respekt an die beiden, soetwas als diplomarbeit abzugeben ist schon eine riesen leistung!

Gast

Was ist denn daran bitte schön? Fürchterlich langweilig. Was soll man damit machen? Was für einen Sinn ergibt das? Hauptsache irgendwas gemacht, was man verkaufen kann und womit zwei andere Heinis ihren Namen wieder ins Rampenlicht stellen können. Denn was Kurt und Stefan segnen, MUSS ja gut sein (Harhar).

Der liebe Weidemann wird auf seine alten Tage etwas komisch. Hat sich einen Facebook-Account zugelegt. Uaaah.

Und über Sagmeister und seine Webcamstartseite, wo man ihm und seinen „Interns“ bei der Arbeit zugucken kann, kann man garnicht mehr genug schweigen.

Flipp

Absolut gut!

Gast

Sieht doch recht unterhaltsam aus, was wir da gezeigt bekommen!

CLMNZ

>Was ist denn daran bitte schön? Fürchterlich langweilig. Was soll man damit machen?
>Was für einen Sinn ergibt das? Hauptsache irgendwas gemacht, was man verkaufen kann

vermutlich hast du es gar nicht angeschaut.

Die beiden haben ihre Birne freigemacht, sich von Zwängen und Regeln befreit und Gas gegeben – Super. Sollten sich so manche ne Scheibe von abschneiden und aus dem Einheitsbrei ausbrechen ...

Ich könnte jetzt hier nen ganzen Sermon schreiben, halte mich aber zurück – lesen tuts doch niemand. War bei der ersten Begegnung der Poschaukos mit Karin und Bertram Schmidt-Friderichs dabei und hab gesehn, wie die beiden ihre Arbeit präsentiert haben. Wir waren alle begeistert und ich finde es spitzenmäßig, dass die Arbeit publiziert werden konnte.

Ich begrüße es, mal neue Gesichter »an der Front« zu sehen und behaupte auch, die Empfehlungen von Weidemann und Sagmeister braucht das Buch nicht unbedingt, da es schon aus eigener Kraft auf beiden Beinen steht – die Kommentare lassen aber mit Sicherheit, den ein oder anderen Blick mehr auf die Innenseiten wandern.

Ich hoffe von Thomas und Martin in Zukunft noch mehr Arbeiten zu sehen, und mich würde es auch freuen, wenn die auch aus dem angewandten Bereich (mit Kundenauftrag) stammen.

Gast

Das ist nicht ganz richtig. Sagmeister und Weidemann sind nicht über jeden Zweifel erhaben. Auch sie müssen sich an die Erfolgsketten dranghängen um weiterhin im Gespräch zu bleiben, denn Sagmeisters Arbeit reiht sich in die Belanglosigkeit ein und Weidemann ist einfach raus. Ein Bier auf einer Vernissage zu trinken reicht einfach nicht mehr.

Was ist denn bitte NEA MACHINA? Ein Gesicht und ein Schriftzug. Sonst nichts. Keinerlei Funktion, keinerlei Bedeutung.

Man könnte das ganze auch als auf Zeit angelegte Scribbelphase interpretieren, á la „formt mal aus einem Text und einer Visage was ganz neues“. Wenn man diese nun in 1000 Varianten einfach neu anordnet, deren Form bspw. in Zement nachgießt oder als Kreidezeichnung hinlegt - welche Erkenntnis kommt den dabei heraus? Keine. Einzig allein diese, daß man 1000 Variationen aber nichts neues erschaffen hat.

Die, die es huldigen, haben ein Interesse. Der Verlag will das Buch verkaufen, also braucht es Fürsprecher. Die Blogs babbeln alles nach, weil sie meinen, im Fahrtwasser des angeblichen Erfolges mitschwimmen zu können. Die Studenten, die aus Erkenntnislosigkeit meinen einer Erkenntnis beizuwohnen, finden sowieso alles toll, und entschuldigen den Schrott mit dem Recht auf freie Meinung etc., ohne zu wissen, wofür sie sich gerade haben benutzen lassen. Das ist naiv.

Früher hat Weidemann solche Mätzchen als substanzlos beurteilt. Heute ist es ihm wohl egal. Und Sagmeister hängt an seinem Tagebuch und dessen dummen Sprüchen fest, braucht die Studenten um seine Arbeit zu machen bzw. wieder Geld um sein nächstes Sabbatical zu finanzieren.

Warum überhauptniemand merkt, daß diese Bücher, oder Blogs, oder „berühmte Designer“ niemanden nutzen als denen selbst, aber nie dem Betrachter, mag sich mir nicht erschließen.

Ich finde den Inhalt des Buches immernoch langweilig und nutzlos, da es solche Art Grafiken millionenfach gibt bzw. die typografischen Ideen schon existieren und keinen tangieren. Denn ich kann nichts davon verkaufen.

Also: Welchen Nutzen bringt das Buch?
Die Frage kann keiner, ohne pampig zu werden, beantworten. Da bin ich mir sicher.

Gast

»Nea Machina ist ein wunderbares Ding: Bei meiner ersten Begegnung mit der Arbeit von Thomas und Martin Poschauko überkam mich eine unglaubliche Lust ins Studio zu gehen und zu arbeiten.«
Stefan Sagmeister

Lieber Stefan. Wenn man anno domini 2011 auf Deine Webseite klickt, und von oben, aus der Webcamperspektive, Deinen „Interns“ (die in New York sowieso nicht bezahlt werden“) und Dir am Mac Pro in der Mitte, bist Du das wirklich?) bei der Arbeit zusieht, bekommt man keine Lust mehr, in sein eigenes Studio zu gehen um zu arbeiten. Da vergeht einem unglaublich die Lust.

Früher hast Du innovative Ideen geschaffen, Konzepte die wirklich kickten, mit Ideen aufgeladen, die uns eifersüchtig machten auf Dein mannigfaltiges Talent bzw. auf Deine „Eier“, sowas in Print zu geben und zu überleben. Du hast Deine Hoden fotografiert, hast Dich selbst geritzt, hast CD-Cover mit Leichen produziert oder diese einfach nur durchlöchert, Furzkissen bemalt und dabei postuliert, daß Style Fart zu sein hat. Einfach schön und so lustig. Das hat unsere Designwelt aufgelockert und frei gemacht.

Jetzt NEA MACHINA. Nichts ist da drin, was lustig wäre. Ein Gesicht, was man einfach 1000-mal neuzeichnet, rumschmiert, verzerrt und verbiegt – aber ohne einen Witz, ohne eine Aussage, ohne einen Bezug zu irgendeinem momentanen Thema. Man hätte zumindest Facebook in den Schwitzkasten bringen können. Nein, garnichts mehr. Wir sind abgesoffen in dieser Welt. Wir wehren uns nicht mehr sondern posten freiwillig unser eigenes "I Like" Icon auf unseren Webseiten. Wir haben kapituliert.

Und das ist die Quintessenz aus dem ganzen. Zwei Zwillinge scribbeln herum, bekommen dafür Preise von Leuten, die eh nichts von Design und Kunst und Konzept verstehen, die Blogs quasseln Müll, nur um 2 Zeilen später – wenn sie deswegen kritisiert werden – einzusehen, daß sie den Sachverhalt „vorher nie so gesehen haben“, was gleichbedeutend der Einsicht ist, daß es ihnen egal ist, daß sie nur im Auftrag handeln, daß sie mitschwimmen, daß sie von ihrer Arbeit keine Ahnung und keine davon haben wollen.

So bleibt der Status Quo schön gewahrt und ihr Vorreiter und Vorredner der Designszene zieht den möglicherweise guten Nachwuchs, der Euch übertrumpfen könnte, mit Eurer Belanglosigkeit immer weiter in den Abgrund. Die etablierten wie Du – Lombardo, Chip Kidd, Pentagram etc. – lassen sie als billige Praktikanten die Arbeit erledigen und kassieren schön die Kohle ein. Soviel zu Eurer Erfahrung die Ihr auf euren Selbstbeweihräuscherungsplattformen, aka Designkonferenzen, so mannigfaltig präsentiert. Solange sie Euch zuklatschen, merken sie nicht, welche Rolle Ihr ihnen eigentlich zugedacht habt.

Wenn ich mir das heutige TDC anschaue, merke ich, daß es wieder um ca. 20 % schlechter wurde als das Jahr davor, und davor, und davor. Und Du wurdest heute darin nur als Berater gewürdigt. Ist Dir die Luft ausgegangen? Planst Du ein neues Sabbatical?

Go back to the roots. Hol Dir Hjalti und Jan zurück. Schaff diese Interns ab und und sieh ein, daß Du weit hinter Deinen Erwartungen zurückgefallen bist – falls Dich Design überhauptnoch interessiert, was ich stark bezweifele, denn ich weiß eines – irgendwann ist Sabbat, Schluß mit lustig, dann hat man keinen Bock, dann transferiert man die Arbeit auf andere, auf willige Helfer und Helferinnen, die neben dem Internship noch bei McDoof malochen müssen, um zumindest die Miete für das Loch in Harlem bezahlen zu können. Und da Du einen Namen hast, und Du diesen typografischen Einheitsbrei deswegen noch verkauft bekommst, funktioniert das alles noch. Nur wie lange?

Vielleicht ist das der Grund, warum Dich dieses Buch so inspiriert. Ein letztes Aufzucken vor dem Exitus.

Setz Dich doch für immer ab. Nimm Deine Freundin mit, führt ein Modelabel auf Sri Lanka und laßt diese Welt endlich mal in Ruhe was neues erfinden. Euer Einfluß ist leider viel zu groß und dadurch bremst ihr die Entwicklung. Der alte Affe muß abtreten. Sieh es bitte ein und geh bevor es noch peinlicher für Dich wird. Der liebe Kurt hat es geradenoch geschafft. Zum Faß.

Ach und Sie, lieber Herr Rädecker, ich zitiere:

„Deshalb hat ihr Buch Nea Machina auch das Zeug zur Kreativbibel unserer Tage: Es präsentiert nicht nur eine Sammlung von Bildvarianten, sondern eine Anleitung, seine eigenen Grundideen im Zusammenspiel von Kopf und Bauch, Hand und Computer kreativ zu variieren, um zum optimalen Ergebnis zu gelangen. ... Nea Machina: Das ist ein ganzes Fass Absinth zum Preis einer guten Flasche, das sind Cézannes Kreativrezepte für die Creative Directors von heute. ... Ein Buch für alle, die gerade keine Ideen haben - und noch mehr ein Buch für alle, die Ideen haben, aus denen etwas richtig Gutes werden soll.“

Ich übersetze:

Ein Buch, daß für die ausgebrannten Creative Directors von heute wie eine Flasche Absinth wirken muß. Bar jeder Realitätsferne, mit unverkäuflichen Konzepten angefüllt, für die sich niemand wirklich inteerssiert, außer der Kunde selbst hinge an der besagten Flasche und wünschte sich seine Firma in den kreativen Konkurs. Das macht es uns, Strichpunkt, einfacher, Euch Nullachtfuffzehnidioten den x-ten Aufguss unseres grafischen Ouvres zu verhökern, denn da wir überall sind, auf jeder Messe, jedem Designkongress und jedem Opernball, können wir auf Euch Provinzdeppen soviel Einfluß nehmen, wie wir es für nötig halten. Wir sagen Euch was gut ist – Ihr habt einfach nur die Fresse zu halten. Das ist das, was sich jede Designagentur heute wünscht. NEA MACHINA macht es sichtbar. Eine Spiegelbild unserer Zeit in Print gegossen. Darauf einen gekippt. Prost.

CLMNZ

> Also: Welchen Nutzen bringt das Buch?

laut Aussage von den Autoren geht es bei Nea Machina um das Zusammenspiel von Handarbeit, Rechnerarbeit und Kopfarbeit. In ihrem Buch, das im Prinzip ihre Diplomarbeit ist, beschreiben die beiden ganz einfach ihre Arbeitsweise.

den Nutzen kann sich jeder selbst aus dem Buch ziehen – die einen sehen es als Kunstwerk und schaun sich die Bilder an – die anderen entdecken Dinge, die sie in ihre Arbeiten integrieren können, übernehmen Arbeitstechniken, Gedanken usw. – ob man die Sachen, die so entstehen verkaufen kann steht auf nem anderen Blatt Papier.

»Any fool can paint a picture, but it takes a wise man to be able to sell it.«
Samuel Butler

>Das ist nicht ganz richtig. Sagmeister und Weidemann sind nicht über jeden Zweifel erhaben.

hab ich das jemals gesagt ?

>Was ist denn bitte NEA MACHINA? Ein Gesicht und ein Schriftzug. Sonst nichts. Keinerlei Funktion, keinerlei Bedeutung.

das wäre ein Kritikpunkt, den ich in meinem Posting weiter oben leicht habe anklingen lassen – ich finde das Buch bzw. die Arbeitsweise aber gut. Selbst arbeite ich nicht unbedingt nach diesem Prinzip, das liegt mir ganz einfach nicht.

bin ich pampig ?

Es gibt einfach verschiedene Arbeitsweisen:
Die eine nenn ich mal die Gmünder Arbeitsweise: jede Arbeit braucht einen Nutzen. Erstmal eine Ideologie den Leuten pressen, Dampfhammer auf den Schädel – dir wird was beigebracht.

Die andere ist Pforzheimer Arbeitsweise: machen wir mal Halli Galli und Kleben und Schnibbeln was, hauptsache irgendwas liegt auf dem Tisch – nimm nen Pinsel in die Hand und tob dich aus – ein Klecks hier, ein Klecks da – alles wird gut – darfst dir selbst was beibringen, wenn du nicht willst haste Pech gehabt.

Beide Arbeitsweisen bringen gute Leute hervor.
Beide Arbeitsweisen bringen schlechte Leute hervor.

Gast

Clemenz, Du hast geschrieben, daß die beiden Designer Kurts und Stefans Lob nicht nötig hätten. Das schließt aber Kurts und Stefans Erhabenheit somit nicht aus.

K. und S. Erhabenheit ist ein Phantasieprodukt der Träume jugendlicher Designer, die sich wünschen, daß deren Ouvré in die gleiche Hemisphäre wie deren Werk katapultiert wird. Nur mit dem Unterschied, daß K. und S. Zeit seit Jahren längst vorüber ist, und sich Heutiges mit deren Damaligen schwer vergleichen läßt.

NEA MACHINA ist und bleibt eine in Buchform gepresste Scribbelarbeit.

Any fool can paint a picture, only a wise man can sell it. Mag zwar temporär auf die beiden Twins zutreffen, aber ob es die nächsten 20-50 Jahre so sein wird, ist fraglich. Denn diese Form der Gestaltung hat ein ganz anderer Meister, nämlich Pablo Picasoo bereits perfektioniert. Nur er war so schlau mit den Wünschen und Erwartungen seines Publikums zu spielen und diese auch zu erfüllen.

Aber Design eignet sich nicht als Kunstform Und so wie Ölbilder, Statuen und Kohlezeichnungen nicht als Design durchgehen, kann man Design nicht einfach mal zur Kunst ernennen, und die sogenannte kreative Machine war nichts anderes als eine Leistung auf Zeit, eine langandauernde Scribbelphase, in der jede momentan bekannte Ausdrucksform in das Sujet reingepresst wurde. Was soll da ein echter Creative Director mit anfangen können? Außer Lobhudeleien zu schreiben und sich dafür auch noch entlohnen zu lassen. Weil man sich ja kennt?

Es ist eine ganz andere MACHINE, die hier so exorbitant nach vorne tritt; eine die jeden Quark, jedes Geflumme, jeden Strich, jeden Klecks, versucht zu Gold zu machen. Und das Gold fließt leider nur aus einer Richtung. Vom Verbraucher Richtung Produzent. Insofern sind dieses Buch und all seine willfähigen Zuklatscher nichts weiter als ein neuer Meilenstein der Belanglosigkeit in einer Wüste voller Oasen ohne Wasser. Allein die Zeit, die man sich damit vertreibt ist bereits verschwendet. Diese Erfahrung muß man anfangs machen, damit lernt sich auszukennen, muß sie aber im fortgeschrittenen Alter ausspielen. Ich kann mit 40 nicht mehr hier sitzen und diesen Quark in den Himmel loben, ohne daß es mir nutzt. So funktioniert das Spiel nicht und daher entlarven sich Stefan, Jochen und Kurt von vornherein, wenn sie sich darauf einlassen.

Sogar Jimi Hendrix sagte mal: „Ich schaue mir schon an, was die alten Bluemeister so machten, aber hey, wenn ich anfange, deren Zeug einfach nur nachzuspielen, bleibe ich stehen. Ich schaue mir an, was sie machen und baue es ein oder lasse es raus. Ich muß mein Ding machen. Nur so komme ich weiter, nur so.“ (Frei übersetzt).

Von daher: Ich baue es nicht ein. Aus den genannten Gründen. Punkt.

CLMNZ

> NEA MACHINA ist und bleibt eine in Buchform gepresste Scribbelarbeit.

absolut – was anderes hab ich in dem Buch nie gesehen. Ich finde es trotzdem gut. Ich habe zu viele Leute gesehn, die sich nichtmal traun an einem Farbfoto die Kanäle zu verdrehn.

deinen anderen Argumenten ist wohl nichts hinzuzufügen, die teile ich größtenteils mit dir. Schreib doch das, was du oben geschrieben hast auch an Sagmeister. Mir egal, ob du das anonym machst oder nicht. Hoffe du denkst nicht so über meine Arbeiten ;)


und schon wieder einer, der sich hat verwirren lassen – meinen Namen schreibt man mit »s« :)

Gast

Naja, solltest das Z nicht als Ersatz für das S nehmen. Insofern „provozierst“ Du es ja :-)
Und Deine Arbeiten sind echt gut. Paßt.

Gast111

Vieles hier ist Geschwurbel und einige Kommentare gerieren sich als Sekundärliteratur um Sagmeister und Weidemann zu beurteilen, bzw. mit diesen "alten Meistern" in irgendeiner Weise abzurechnen.
Wer das Werk vom Ergebnis her beurteilt nach dem Motto: "Da kommt doch immer nur der selbe Kopf und derselbe Schriftzug raus", sollte meiner Meinung nach an seinem wissenschaftlichen Horizont arbeiten.
Ausgang war eine Diplomarbeit, ein empirisches Experiment. Die Erkenntnishöhe und Aussagefähigkeit solcher Experimente ergibt sich aus der sinnvollen Mischung von Konstanten und Variablen. Diese Mischung ist hier aus meiner Sicht hervorragend gelungen. Wie eine musikalische Komposition, die immer wieder dasselbe Thema moduliert. Die Einfachheit der Ergebnisse ist gerade die Stärke und nicht die Schwäche. Auch wenn die Zwillinge das selber nicht gerne hören würden, haben sich die Kreativität - was ja in bestimmten Bereichen das Gegenteil von Rationalität ist - in ein rationelles Korsett gezwängt. Auch wenn ich Vergleiche hasse, aber manchal ist es der unschädlichste Weg eine Meinung zu verdeutlichen: Es ist wie eine emotionalisierte Rationalisierung. Sowas wie ganzheitiliche Medizin.
Und genauso entfalten sich hier, die Diskussionsbeiträge. Einerseits die Schulmediziner. Sie wollen die klare Trennung, Design ist keine Kunst, Kunst ist kein Design. Wer das nicht versteht betreibt Schabernack.
Andererseits die Homöopathen: Ich kapiers zwar nicht, aber ich bin mir sicher es ist gut oder zumindest tuts nicht weh.
Allein das Spektrum der Kommentare zeugt von der Qualität der Arbeit. Weil sie das ausdrücken, was das Werk selbst erzeugen will: Interpretationsspielräume-erkennen, verarbeiten, nutzen.

Was ich geradezu erbärmlich finde: seine eigene Beurteilung, von der Beurteilung anderer abhängig zu machen. Genau das sollte doch in einem so individuell geprägten Berufsmilieu nicht das Maß der Dinge sein.

Gast

Konstanten, Variablen, Geschwurbel, Schulmediziner und Homöopathen. Wer sowas schreibt, muß wohl zur Zunft der Psychopathen zählen, denn ein Scribbelwerk ist und bleibt ein Scribbelwerk, und Dummschwall ebenso Dummschwall.

Mein Gott, muß man jedes Büchlein in exorbitante Höhen loben? Muß jedes Machwerk irgendwelcher Provinzdesigner gleich eine Offenbarung vor dem heiligen Geist sein? Jedes Magnus Opulentum einem Faß Absinth gleichen?

Die Abrechnung mit Weidemann und Sagmeister, nicht zu vergessen Rädecker, findet aufgrund derer banaler (und austauschbarer) Lobhudeleien statt, nicht nur wegen deren Werk. Es gibt ja den Spruch: Zeig mir, wer Dich lobt und ich sag Dir, was Du falschgemacht hast.

Allein den Absinthvergleich würde ich als Beleidigung betrachten. Wieso ist ein Buch gleichbedeutend mit solch einer Flasche bzw. Faß? Muß man sich schon besaufen, um das Werk „zu verstehen“?

Warum bekommt Stefan soviel Lust in sein Studio zu gehen? Hatte er vorher keine? Der Mann arbeitet seit Jahrzehnten. Wenn der keine Lust an seinem Job hätte, könnte ihm auch so ein Buch nicht helfen.

Und Kurt meint, daß deren Intensität ganz wichtig für deren Generation sei. Nun, nach all dem Schrott, den diese Generation so produziert, ist eine allumfassende Scribblephase recht ratsam. Egal, wohin es einen bringt.

Sorry, scribbeln gehört zum Handwerk wie Wichsen zum Sex. Wenn man sein gutes Stück nicht versteht, kann man keinen gescheiten Intercourse praktizieren.

Insofern mag das Buch als kleine Erinnerungsleistung an die Generation Flatscreen verstanden sein, die niemals gelernt hat, VOR dem Design ein weißes Blatt mit Blei zu bemalen, um wenigstens mal grob anzudeuten, wohin sie ihre Synapsenblitze bringen wollen. Es soll ja Agenturen geben, die sowas nicht mehr führen, also Blei und Papier. Oder die Wände komplett entleeren um den Geist freizumachen. Naja.

Ich kann auch auf's Klo rennen um mir Nase Koks reinzufahren. Aber wenn mein Gehirn nichts kann, lohnt sich auch so eine 200-Euro-Investition nicht wirklich weiter. Und wenn ich als Superdesigner á la Sagmeister, Kurt, Jochen und Co. solch einen Schinken benötige, um weiterzukommen, dann weiß ich wirklich nicht mehr, was die Herrschaften bisher so getrieben haben. Mercedes-Hausschrift geschnitten? Rolling Stones CD-Cover illustriert? Oder für diverse Dotcom-Unternehmen die Geschäftsberichte gestaltet? Und das auch sehr sehr gut?

Na dann. Dann können sich Herr und Herr Poschauko einen dicken, fetten Orden an die Brust heften, wenn sie schon so „gut“ sind, alte Meister (sic) wie diese hinter ihrem alten, stinkigen Ofen hervorlocken können.

Das verdient Applaus.

Frederik

Dankeschön für diese Kommentare.

Nea Machina ist ein Showcase und ein Karriereschubs für die beiden. Es zeigt das auf, was ein Gestalter (auch wenn er es nicht anwendet) kennen oder können sollte. Ein gutes Buch ist es deswegen noch lange nicht.

Für mich eher einzureihen bei "333 Tipps, die das Leben lustiger machen" oder "1000 Listen und was man mit ihnen anfängt" "McDonalds für Dummies" oder ähnlichem Firlefanz. Es hat seine Daseinsberechtigung, aber letztlich ist es keiner besonderen Erwähnung wert.

Ein Designer sollte dieses Buch nicht brauchen und für alle anderen hat es ohnehin keinen Zweck, ja nicht einmal einen Reiz.

Warum nicht mal wieder ein bisschen mehr "form follows function" anstatt Heiligsprechungen nebensächlicher Objekte, die den Markt unnötigerweise überfluten?

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