Was schon sehr lange nötig war, ist nun endlich geschehen: Das neue Design der MyFonts-Seite ist als Beta-Verson online. Underware haben hierfür in allseits bekannter Manier das Logo gestaltet.
Momentan kann man sich zwischen der alten und neuen Seite entscheiden – auf den ersten Blick finde ich das neue Design wirklich gelungen.
Und hier nochmals der direkte Vergleich!


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Micha Heidinger
Es war wirklich bitter nötig und ich finds auch sehr gelungen. Fühlt sich gut an...
Gino
... und das "My" ist gleichzeitig eine Hand ... clever :)
Bernd 24 h
Bitter nötig?
Die „alte“ myfonts-Seite war eine klare Angelegenheit.
Nix gegen den neuen Underware-Schriftzug … aber schon
der neue Einstieg ist ein einziger Wirrwarr.
Und die dunkelgrauen Monster-Säulen (rechts und links)
erdrücken das Ganze unnötig.
Nervige Fenster öffnen sich, sobald ich auf meinem Stuhl rutsche.
Fehlt bloß noch ein Filmchen links oben.
hans schumacher
Schließe mich dem Bernd an, was die Architektur betrifft.
Das alte war klarer und simpler, hatte einen gewissen Letraset-Katalog Charme mit niedriger Einstiegsschwelle. Jetzt soll es wohl mehr mehr sophisticated werden mit den tag clouds etc.. Die neue (zoombare) Vorschau für Probetext ist allerdings beeindruckend, wenn man sich Details anschauen möchte. Bei der alten bis max 72 punkt Grösse, nun deutlich grösser, reicht ja fast schon zum Drucken, nun ja. Das neue Logo – na warum nicht, die Hand ist subtil (Danke für den Hinweis, Gino, ähem).
Ein sanfteres Redesign mit nicht gar so massiven Neuerungen hätte mir auch besser gefallen, und die Einstiegsseite kann man sich eigentlich schenken. Fairerweise muss man sagen: ist man in der Seite drin, hat sie wieder mehr den Charakter eines Werkzeugs. Den Aspekt hätte man mal beim Redesign mehr in den Vordergrund stellen können. Kann man eigentlich auch mehrere vorausgewählte Schriften vergleichen (ist vielleicht ne blöde Frage, aber bin da noch nicht drauf gekommen)
Micha Heidinger
Stimmt, die Einstiegsseite ist – ähm – anstrengend. Danach ist die Seite aber bedienbar und kommt eben nicht mehr so altbacken daher wie früher.
Bernd 24 h
Das mit dem SAMPLE TEXT ist echt brachial.
Bei RATE THIS FAMILY krieg ich Zustände.
Bernie
Ich kann mich Bernd24s Meinung nicht ganz anschliessen. Obwohl es mir imgrunde auch egal ist, ob die Seite jetzt »Neu« aussieht. Aus markentechnischer Sicht überfällig, aus jahrelanger Nutzersicht egal. Gut ist, dass das Angebot weitaus professioneller wirkt und somit keinen Kleinbudencharakter mehr aufweist und nicht als Hobbyseite missverstanden wird, denn der Aspekt »Professionelles Fonthaus" kam damit nicht so deutlich rüber. Denn wenn man Fonts vertreibt, sollte die Seite kein 90er-Jahre-Design aufweisen. Aber, ich hab die Seite eh nur zum Fontsuchen frequentiert. Kaufen tue ich bei Linotype. Tja.
*Das neue Logo ist OK, aber kein Brüller. Eine sich im M abzeichnende Hand macht Sinn (Mein Font -- Meine Hand) und vielleicht ist ganz gut, einen Font zu wählen, der formtechnisch abseits des Normalangebots steht. Somit revidiere ich meine Erstaussage.
Die schwarzen Balken links und rechts stören, stimmt, ein leichtes Grau oder eine Gradiation von dunklerem zu hellerem Grau sehe ggf. besser aus. Oder komplett weiss?
Der Innenteil mit dem Bildupload wirkt sehr aufgeräumt. Die Rubriken auf der rechten Seite (Startseite) sind falsch gruppíert bzw. innerlich falsch gewichtet. Als 1. kommt Welcome und zwar mit einer grossen Schrift, dann die Designer, dann Aktueller Newsletter, dann der Newsletterbestellbutton und dann erst irgendwas anderes wie Tags, Links etc. Das ist im alten System deutlicher formatiert, auch weil die Schrift größer und das ganze somit lesbarer wird.
Ansonsten kann man damit leben. Und die von Bernd24 kritisierten Einzelaspekte muss ich mir jetzt mal genau anschauen.
Gast
sieht wie so viele seiten derzeit "bloggig" aus *gähn*
lars
dies ist die beschreibung von underware zu ihrem logo:
press anouncement 12.01.2009
--
Dear Press
Designing a logotype for the biggest online type-shop, is like playing
punk-rock with a panpipe, telling your mother she is wrong, or like
believing in world peace. Strange, always wrong and likely impossible.
It's like searching the vegetable of all vegetables. Or like writing
the book of all books. Welcome to the new logotype of MyFonts.
Pictures and background information can be found on:
http://tinyurl.com/765z2q
Kind regards, Underware
Bernie
Oh Gott, wenn die Amis schon mit ihrem "it's like" anfangen. Deckung!
Zudem ist dieser Presseschrieb ziemlich bescheuert.
Ähmm: "Für MyFonts ein Logo zu entwerfen, ist wie mit Mutti diskutieren zu wollen, ohne enterbt zu werden, die Bibel neu erfinden, oder auf dem Mars Blumenkohl anzubauen. Willkommen beim neuen Logo von MyFonts."
Seltsam. Erst was designen und dann nicht dazu stehen?
Verstehe ich nicht, denn handwerklich ist das Logo sehr gut. Doch wahr ist, dass die Bausubstanz zu austauschbar ist, denn sie wäre genauso gut für Haarshampoo geeignet.
StefanB
Mal davon abgesehen, dass Underware eben keine Amis sind, sollte man die Pressemitteilung wohl eher mit einem großen Augenzwinkern verstehen und behandeln.
kai
Gerade handwerklich finde ich das Logo nicht ausgereift. Der linke "Schlenker" am M wirkt sehr gestelzt und für den gewählten Stil nicht schwungvoll genug. Und eine Hand habe ich überhaupt gar nicht erkannt. Insgesamt wirkt der Schriftzug zu austauschbar. Und für mich klingt die Stellungnahme von underware wie eine schlechte Ausrede für nichtgemachte Hausaufgaben: "ähem, die hat unser Hund gefressen"
Bernie
Stimmt Stefan, Holländer. Macht es aber noch schlimmer. Denn die müssten es besser draufhaben und nicht so wie House Ind. rüberkommen.
Kai, es schon gut gezeichnet. Aber jeder hat andere Augen. Und andere Hunde.
christoph
»Eine sich im M abzeichnende Hand hätte keinerlei Sinn«
das besitzergreifende wörtchen »my« ist gleichzeitig eine zugreifende hand – ein ziemlich offensichtlicher sinnzusammenhang, wie ich finde.
kai
Schaut man sich das Underware-Logo an, so stellt man doch recht schnell fest, dass sich underware hier dezent im My Fonts-Logo verewigt hat. Womit man natürlich schnell wieder bei der Grundsatzdiskussion ist: Braucht ein Designbüro eine (visuell erkennbare) Handschrift?
hans schumacher
hand on my fonts ;-) my fonts on hand … wie der Engländer sagt. Irgendwas werden sie sich schon dabei gedacht haben. Als Beitrag zur Grundsatzdiskussion: Eine visuell erkennbare Handschrift hilft einem Designbüro sicherlich, unterscheidbar zu sein, sich in Abgrenzung zu anderen zu positionieren etc. – wenn der (eigene) Stil zu einem Korsett wird, weil etwas bestimmtes erwartet oder immer wieder eingefordert wird, behindert das die (Design)Arbeit, find ich. Eigentlich ist gutes Design doch das, was man gar nicht so schnell als solches erkennt, find ich. So ähnlich wie bei Schriften. Find ich.
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