Serialize / Neu im Die Gestalten Verlag

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"Serialize" lautet der Titel des neuen Buches, das vom Die Gestalten Verlag herausgegeben wurde. Übersetzt bedeutet der Titel "serielle Reihenfolgen erstellen" oder "in Folge veröffentlichen". Und genau um serielles Design geht es auch in dem Buch: zahlreiche Beispiele, egal ob Magazincover, Poster, Briefköpfe, Broschüre oder CDs zeigen eine Auswahl von interessanten Möglichkeiten.
Einerseits soll der Gestalter eine Linie beibehalten und andererseits möchte er mit neuen Elementen überraschen – um die Verbindung dieser Spannung geht es doch bei "Serial Design". Ein interessantes Werk und das nicht nur für Grafiker, Illustratoren und Werbefachleute, die selbst jeden Tag mit Corporate Design zu tun haben.

Titel: Serialize
Untertitel: Family Faces and Variety in Graphic Design
Editoren: R.Klanten, M.Mischler, B.Brumnjak
ISBN: 3-89955-097-8
Preis: € 44 (D)
Seiten: 208
Größe: 24 x 28 cm
Format: Hardcover, vollfarbig
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Individuell und trotzdem miteinander verbunden. Eine typische Anforderung an einen Designer ist es, eine Serie zu einem Thema zu entwickeln. Serielles Design ist fast überall anzutreffen; auf Magazincovern, Postern, Briefköpfen, Broschüren, CDs... Die einzelnen Entwürfe einer Serie müssen zugleich wieder erkennbar und abwechslungsreich variiert sein, denn sonst wird es langweilig.
Serialize zeigt, wie Designer es schaffen, Serien zu kreieren und um ein klar definiertes Grundthema herum durch kleine oder größere gestalterische Variationen eine Entwurfsfamilie zu entwickeln. Anhand einer umfassenden Auswahl von Beispielen – Plakate, Flyer und Anzeigen bis hin zu Magazinen und Büchern – wird gezeigt, wie durch Farb-, Bild und Formgestaltung serielle Lösungen gefunden werden. Auf der Suche nach Verbindung und Variation wird Serial Design aus den Bereichen Grafik, Illustration und Werbung genauer betrachtet. Begleitende Textbeiträge machen das Buch zu einem hilfreichen Guide für alle, die sich mit Corporate Design auseinander setzen.

kai

das hat relevanz...wichtige thematik. mit der man oft zu tun hat....einige arbeiten darin sind schon bekannt, aber eben in einem neuen kontext....ich denke, das bestellen wir uns....

Tom

Wäre es nicht ein bessere Übung, die mir bekannten Arbeiten selbst zu "serialisieren"? Anstatt dafür zu zahlen?

Da in diesen Variationen die Farbmusterbücher rauf-und runtergenudelt werden, handelt es wohl weniger um Corporate-Design-Arbeit sondern mehr, soweit ich es an den hier gezeigten Samples überblicke, um eine Ansammlung von Variationen eines Themas. Das ist zwar ein Teilaspekt guter Corporate-Design-Arbeit. Doch die umfasst einiges mehr. Die visuelle Ausarbeitung der PR nach aussen und auch innen. Ein fortschreitender Prozess, denn man muss ein Unternehmen zyklisch neu erfinden und dennoch dem Imagegrundmuster treubleiben. Siehe Daimler-Chrysler. Sehr gutes C.D. Viele Agenturen greifen die Grundsubstanz sehr gekonnt auf, mischen es mit ihrem eigenen Stil (siehe Strichpunkt, Stuttgart) und kreieren somit neue visuelle Blickpunkte. Die Grundaussage bleibt aber immer gleich. In Farbe, beim Logo, beim Font.

LG, Tom

P.S. Um Rewe als Bsp. aufzugreifen, ist eine Neuerfindung gar mal so verkehrt. Die waren reif für eine Bluttransfusion. Doch vielleicht haben sie es etwas zu wörtlich genommen.

P.P.S. Schickt doch das Buch an den DRK. Vielleicht hilfts. "Help. I just need somebody. Help! Not just anybody..." Da Da Da?

kai

auch als teilaspekt guter corporate design-arbeit hat dieses buch trotzdem seine berechtigung..als überbrückung sozusagen .... bis strichpunkt ihre publikation über gekonnte ganzheitliche variationen im corporate design rausbringen...grins!
na denn!

Tom

Ja Ja, da geb ich Dir recht. Strichpunkts Stil ist fast schon ein eigenes C.D. Der Dietz'sche Style is very geil. Aber was solls, die Kundenliste liest sich gut. Da kann man doch ruhig applaudieren. Oder etwa nicht?

microboy

ich hab heute im buchladen mal einen kurzen blick in das buch geworfen. einige bekannte arbeiten und sehr schoene frische sachen. das buch ansich wirkt aber etwas lieblos gestaltet. das faengt beim einband an und hoert bei den BUs auf ... schade.

@tom
strichpunkt machen nette sachen - allerdings haben auch die ihre vorbilder und an die reichen sie eben oft nicht heran.

Tom

Microboy, welche Vorbilder meinste? Soweit ich das seh, schätze ich mal den Weidemann(?), da beide Chefes auf der Stuttgarter Akademie waren. Technisch sind sie top. Abgesehen von Ihrem Stil (der sich zu oft wiederholt) ist die restliche Auftragsarbeit sehr ruhig. Passt also gut zu Mercedes. Oder Scheufelen. Aber ist ja egal. Springer & jacoby haben auch was für MB gemacht und das war sehr, sehr cool. Aus Web.de wird übrings Combots. Strichpunkt machen das auch. Krasse Seite. Total Japan. Aber irgendwie unnötig.

Also, schönen Sonntag. Bin mal gespannt auf die Vorbilder.

microboy

@tom

schau dir mal die sachen von tolleson oder cahan an. der umgang mit typografie und auch die bildsprache duerften fuer einige jobs von strichpunkt zumindest inspirationen geliefert haben ...

http://www.cahanassociates.com
http://www.tolleson.com

Tom

Hast recht, volle Zustimmung. Nur weiß jetzt gar nicht, wer vom jetzt überhaupt abkupfert (grins).

microboy

sowohl cahan als auch tolleson gibt es meiner meinung nach schon etwas laenger als strichpunkt. beide bueros haben schon buecher ueber ihre arbeiten veroeffentlicht und sind mehrfach international ausgezeichnet - die arbeiten sind also entsprechend bekannt.

ich will die arbeiten von strichpunkt keinesfalls abwerten - nur ist ihr style eben nicht so einzigartig wie manche denken.

wir alle lassen uns bewusst oder unbewusst inspirieren.

Tom

sowohl cahan als auch tolleson gibt es meiner meinung nach schon etwas laenger als strichpunkt. beide bueros haben schon buecher ueber ihre arbeiten veroeffentlicht und sind mehrfach international ausgezeichnet - die arbeiten sind also entsprechend bekannt.

Und sehen besser aus!

ich will die arbeiten von strichpunkt keinesfalls abwerten - nur ist ihr style eben nicht so einzigartig wie manche denken.

Ich sah darin schon einen gewissen Wiedererkennungspunkt. Aber mir gefallen die Sachen eh nicht. Nur die für Mercedes.
Auch wegen der Fotos (von Henneka). Ich frage ich mich ernsthaft, warum sie so stur an diesem Stil festhält. Ach, egal.

wir alle lassen uns bewusst oder unbewusst inspirieren.

Normal, oder?

microboy

yep ...

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