Was hier als Aquarium beschrieben wird, ist genauer gesagt das Büro der beiden Gründer von Jung von Matt, Holger Jung und Jean-Remy von Matt, abgetrennt von ihrem Sekretariat durch eine breite Holzwand, in die ein großes Aquarium eingelassen ist.

"Stimmen aus dem Aquarium" gibt's ganz unterschiedliche, in Form von Kurzgeschichten über das "Bath in der Menge", "Herzschrittmacher unplugged" und "Filzlaus vs. Freundschaft" – getextet von den Herren Jung und von Matt persönlich. Die Kurzgeschichten werden umrahmt von farbenfrohen, inspirierenden und schrägen Illustrationen von Julia Ziegler.


Weitere Infos und Bilder dazu findet ihr hier.

kai

hm? gibts bei jung von matt keine designer?
auch die illustrationen sind für meinen geschmack sehr wild und ohne spannung. aber ich will jetzt nicht zu sehr vom leder lassen....ich werde mir das buch im laden mal in ruhe anschauen. die kurzgeschichten sind bestimmt amüsant. rein grafischbzw. typografisch spricht es mich bisher nicht an.......kann man in einem typo/grafik-bloq ja mal sagen, oder?

Gast

Jung von Matt sind das letzte. Wollen die jetzt einen auf cool machen?

Hmm

Warum sind die das Letzte? einfach so aus Interesse gefragt ...

Bernie

Die haben die »Du bist Deutschland« Kampagne gemacht.

Sowas würde ich nur dann annehmen, wenn die Vergütung so hoch wäre, dass ich danach kündigen und in Rente gehen könnte.

Gast

warum sind eigentlich in deutschland alle immer so anti?
freut euch doch einfach, dass ein neues buch zum thema design erschienen ist, anstatt immer nur primitv zu kritisieren. jung von matt ist eine erfolgreiche agentur - und das sicherlich nicht ganz ohne grund. einfach mal den leuten ihren erfolg gönnen. dann wird hier im land auch die stimmung besser.

Bela

Ich glaube, da hat der 2te Kommentator irgendwas nicht verstanden. Jung von Matt sind nicht das Letzte, sondern befinden sich ja wohl als absolute Nummer Eins in Deutschland an der Spitze. Und, das sie das nicht von ungefähr sind sollte wohl jedem klar sein.

Desweiteren ist dies ja nicht die erste Veröffentlichung jener Art von Jung von Matt. Und, bisher haben sie zumindest immer MEINEN Geschmack getroffen.

Einfach mal den Neid zurückstellen und solch unqualifizierte Aussagen einfach mal lassen.

Was ich bisher gesehen habe, so gefällt mir das Buch sehr gut...witzige Ideen und eine MICH ansprechende Illustration. Freu mich, wenn ich demnächst mal drüberstolper in der Buchhandlung meines Vertrauens.

Gruss
Bela

robertmichael

also ich fands gut. die illustrationen sind super und passen immer
zu den kurzgeschichten. die sind natürlich alle sehr kurzweilig aber
darum heißen sie ja kurzgeschichten ;)

Anonym

nachdem mein erster post aus unerklärlichen gründen weg ist.
ich finde die illustrationen beliebig. außer willkürlichkeit wird doch nichts kommuniziert. viel dekoration, kein intellekt. beliebig austauschbar.

Gast

Die Illustrationen sind Schrott, sorry!

MartinKraft

Ich hatte vor kurzem Gelegenheit das Buch mal quer zulesen und bin recht zwiegespalten:

// Zum einen sind da die kurzweiligen und gut geschriebenen Kurzgeschichten, die einen prächtig unterhalten und dazu bringen mehr Zeit mit dem Buch zu verbringen als man eigentlich vor hatte.

// Zum anderen ist da dieses übergroße Format (was für einen Kurzgeschichtenband - sagen wir mal - "gewöhnungbedürftig" ist) und der selstsame Illustrationsstil von Julia Ziegler mit dem ich mich überhaupt nicht anfreunden kann und der meiner Meinung nach überhaupt nicht zu Ton und Inhalte der Texte paßt:

Die Illustrationen driften fast ausnahmslos ins Obszöne ab und würden wohl eher zu einem Titel wie "Feuchtgebiete" passen, als zu diesen Geschichten von JvM, die das Thema Sexualität maximal streifen.

Der an sich ganz nett gemachte Titel versprach ja auch eher Illustration und Karikaturen im Stil Robert Gernhardts, was diesem Buch sicherlich auch besser zu Gesicht gestanden hätte ...

// Natürlich manifestiert sich in diesem Buch auch mal wieder der ganze Narzismus des Werbe-Parallel-Universums. Aber damit muss man sich wohl rechnen wenn man ein Buch "führender" Werber kauft ...

ormian

Also, wenn jemand sagt dass eine Werbeagentur das "Letzte" sei und dies mit Rezensionen jener Agentur begruendet, der hat wohl nicht viel Ahnung auf diesem Gebiet und moechte lediglich lautstark seinen Missmut verkuenden.

Eine Agentur kriegt gewisse Vorgaben, was in dem verlangtem Service beinhaltet sein soll. Oft ist es sogar so, dass der Kunde (in dem Fall der deutsche Staat) sogar schon ein eigenes Konzept hat, was die Leistung betrifft (z.B. den Slogan "Du bist Deutschland"), also dass diese und diese Person dann und wann vorkommen muss, dass z.B. der Werbespot so und so lange dauern muss usw.
Da kann man als Werbeagentur nicht viel machen, und meistens erwartet der Kunde "strengen Gehorsam", da er sich sonst eine andere Agentur sucht, die es fuer ihn macht. Und egal wie gut oder "schlecht" das Endprodukt der Agentur selber gefaellt - der Kunde ist Koenig, und wenn er bestimmt dass der "Du bist Deutschland"-Spot so sein soll wie er nunmal ist - dann kann auch JvM NICHTS mehr machen.

Also wenn man keine Ahnung hat.....

Gast

ich weiß garnicht was alle immer gegen diese kampagne haben!? nichts desto trotz kann ich der aussage über jvm aber eher beipflichten. und zwar auf grund der tatsache dass der erfolg des büros massiv auf der ausbeutung ihrer (weltklasse) mitarbeiter und deren (für mich unverständliche) bereitschaft sich zu knechten beruht.

Gast

An den vielen Kommentaren zeigt sich, dass es dann doch nicht sooo uninteressant und scheiße ist was Jung v.Matt immer wieder zu Stande bringt...

Ich fühle mich gut bei JVM und alles andere als ausgebeutet oder versklavt.

Ein JVMler

René

@omian
Wer war eigentlich "Der Kunde" bei Du bist Duetschland? :-)

Gast

Robert Gernhardt ist oldschool.

JvM ist weltklasse.

Und vor den Illustrationen von Julia Ziegler kann man nur den Hut ziehen.
Und man sollte sie sich erst mal genau (am besten in Buchform) anschauen, bevor man sie als beliebig abcancelt.

Blogs sind eben doch nur die Klowände des Internets, sorry.

Gast

wo bist du denn?

Bernie

Also, wenn man hölzernes Brimborium als Weisheit verkaufen will, schon, lieber Ormian. Denn der Kunde war zuallerst gar nicht der Staat sondern Bertelsmann. Doch wenn Du meinst, dass er es sei – darüber könnte man diskutieren.

Die Konzeption und Umsetzung wurde von JvM erledigt – und man kann ruhig sagen, dass es albern bis grottenschlecht rüberkommt.

Zweitens mag niemand gesagt bekommen, was er zu tun und zu lassen hat, und so oberlehrerhaft und tendenziell asozial wie sich Bertelsmann nebst Anhang in dieser Kampagne aufgeführt hat, kann es nur zu Ablehnung bis hin zu regelrechten Hassausbrüchen führen, denn Bertelsmann ist nicht nur für schlechte Fernsehunterhaltung wie RTL verantwortlich, auch das Konzept von Hartz 4 stammt aus seinen mannigfaltigen Thinktanks. Die wissen, was sie machen.

Demzufolge bin ich sicher, dass das alles auch so gewollt war, denn ich kann nicht glauben, dass den Herren der schwarz-rot-golden eingefärbte Hundehaufen NICHT aufgefallen ist, nebst dem Fauxpax ein Menschen mit Dow-Syndrom ins jüdische Mahnmal zu stellen bzw. mit einem Slogan zu arbeiten, der aus der Nazizeit stammt, um dann danach schulterzuckend Ahnungslosigkeit vorzugaukeln.

Man sagt immer, die Deutschen meckerten zuviel. Doch es gibt ja wirklich genug Gründe dafür. Wie fragte Hagen Rether einmal? Was wären die Deutschen ohne ihr Gejammer? Franzosen.

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