TYPO TAG 3: JESSICA HISCHE, 19 Uhr / Last speak

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Nach drei Tagen mit Vorträgen über Typografie schaffte es Jessica Hische mit ihrer Rede einen sehr amüsanten, symphatischen und erfrischenden Abschluss der TYPO Berlin 2012 zu halten.

Jessica Hische ist ein “Letterer, Illustrator, Crazy Cat Lady and Secret Web Designer”. Erst sprach sie über ihr Projekt “DAILY DROP CAP”. Ihre Karriere begann also mit einem Nebenprojekt, bei dem sie seit 2009 ihre Freizeit opferte, um jeden Tag einen neuen Buchstaben zu zeichnen. Ohne Fleiß kein Preis ist ihr Motto. Sie investierte viel Zeit, tat es für sich und machte sich so zum Experten. Sie ist davon überzeugt, dass man als Illustrator sehr vielfältig sein muss. Selbstverständlich spricht man mit einem großen Portfolio mehr Kunden an. Auch sprach sie über Prokrastination, ein Thema welches sicherlich jedem Studenten ein Begriff ist. Wie man an ihrem Erfolg sehen kann, lohnt es sich in manchen Fällen, sich in einem Nebenprojekt zu verlieren und nicht nur das zu machen, was man eigentlich tun sollte.

Für viele von uns ist sicherlich ihr Projekt “Should I work for free” eine Hilfe, in einer Zeit, in der Illustratoren um ihren Lohn kämpfen müssen. Sie zeigt, dass sie es liebt für andere Nachforschungen zu betreiben. Wie auch in dem Projekt “inkerlinker”, bei dem sie eine Website machte, auf der sich Druckereien registrieren können. So kann man (in den USA) sehr leicht herausfinden, wo die nächste Druckerei mit welchem Angebot in der Nähe zu finden ist.

Ihre Message der Nachhaltigkeit ist: Realisiert Dinge, von denen ihr euch wünscht, dass sie wahr werden. Wenn es einem nützt, dann kann es auch anderen von Nutzen sein, sei es die Mama, der Nachbar oder irgendjemand sonst.

Auch nahm sie die Zurückhaltung von Schriftgestaltern in der Öffentlichkeit und ihre Redefaulheit auf den Arm. Sie appelliert an die Schriftentwerfer, dies zu ändern und mehr zu unterrichten. Dass sie sich dies selbst zu Herzen nimmt beweist sie durch ihr Projekt “Title Case”, bei dem sie Workshops zum Thema Hand-Lettering gibt.

Um in ihren Worten abzuschließen: “Make sideprojects, but don‘t make sideprojects you don‘t like!”

www.jessicahische.is
www.typotalks.com

 

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