Wieder einmal gibt es eine Publikation zur Typopassage in Wien, die seit 28.09.2013 bis 28.02.2014 ganztäglich besichtigt werden kann. Statt eines Booklets gibt es dieses Mal ein Postkarten-Set. Inhalt: alte Schriftzüge von Molkereiprodukten aus der Alpenmilchzentrale.

»Jeden Tag frischer Topfen«

Oftmals bergen Firmenarchive bekannter Marken typographische Schätze. Einst verführerische Einladung zum Kauf, begeistern die Schriftzüge heute mit Retro-Charme und sind historische Zeugnisse von Gestaltung von und mit Schrift.

Ein Beispiel ist die ehemalige Alpenmilchzentrale in Wien – der traditionsreiche Molkereibetrieb ist heute Sitz verschiedenster Kreativagenturen. Die ehemalige innerstädtische Produktionsstätte hat unzählige Milchprodukte erzeugt, deren Verpackungen heute vor allem wegen ihres markanten und manchmal ironischen Schrifteinsatzes überzeugen. Eine Auswahl dieser gestalterischen Fundstücke werden in der Typopassage als Postkarten wieder publiziert: Im Automat erhältlich ein Set von Karten mit Briefmarke, ein vor Ort ebenfalls installierter Postkasten lädt zum direkten Versand der humorvollen Typografien ein.

 

Schriftgestaltung der Publikation

Jede Publikation der Typopassage bezieht sich nicht nur auf die tatsächlich im Mikromuseum ausgestellten Inhalte, sondern hat des Weiteren immer eine aktuelle typografische Position im konkreten Einsatz. Die Postkarten der aktuellen Publikation featuren – abgesehen von den Schriftzügen der Verpackungen – die Betaversion der »Georges« von Stefan Ellmer.

 

Die Postkarten können aus dem Typopassagen-Automaten gezogen werden. Eine beigelegte Briefmarke und der temporär installierte Briefkasten ermöglichen einen Versand direkt aus der Typopassage. Oder aber im Slanted Shop bestellt werden:

Typopassage Nr. 7
AMZ – TyPost

Gestaltung & Herausgeber: buero bauer
Schriftgestaltung: Stefan Ellmer
Veröffentlichung: September 2013
Umfang: 6 Postkarten
Format: 14,8 x 14,8 cm
Preis: 5 Euro

 

Die Typopassage Wien zeigt die Schritte einer typografischen Gestaltung von der ersten konzeptionellen Idee bis zum finalen Schriftsatz mit jährlich drei unterschiedlichen Positionen von zeitgenössischen GestalterInnen. Kuratiert vom Designstudio buero bauer, passiert im Durchgang zwischen Hof 1 und Hof 2 des MuseumsQuartiers eine außergewöhnliche Auseinandersetzung mit Typografie im öffentlichen Raum. In fünf, in der Passage installierten Vitrinen sind wechselnd internationale Arbeiten zu sehen, die begleitenden Kataloge können vor Ort für 2,- Euro Tag und Nacht erworben werden. Die frei zugängliche Ausstellungsreihe zeigt experimentelle typografische Gestaltungen von jungen aber auch etablierten GrafikerInnen und richtet sich an all jene, die Interesse an Designprozessen haben – oder mit offenen Augen durch die Stadt gehen.

Bisherige GestalterInnen im Mikromuseum: Alex Trochut, Ariane Spanier, welcometo.as, Hi Visuelle Gestaltung, Ovidiu Hrin, Junior Research Fellows. Die Ausstellungen wurden ergänzt durch Präsentationen von Publikationen, wie decodeunicode von Johannes Bergerhausen und Siri Poarangan und des Typodariums 2011.

www.typopassage.at

 

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