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Veronika Burian: Typografische Kuppelei

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Veronika Burian ist eine der wenigen Frauen, die es dieses Jahr als Vortragende auf die Typobühne geschafft haben. Sie ist in Prag geboren, wo sie heute auch wieder arbeitet und lebt. Dazwischen liegen ein Industriedesignstudium in München, die Arbeit als Designerin in Österreich und Italien und 2003 der Master mit Auszeichnung in Typeface Design in Reading, Großbritannien, für ihre Schrift »Maiola« (2004 das TDC Certificate of Excellence in Type Design). Bis 2007 war sie als Typedesignerin bei DaltonMaag in London tätig.

Zusammen mit José Scaglione, den sie während ihres Studiums in Reading kennenlernte gründete sie 2006 die Type Foundry “TypeTogether”. Sie entwickeln Schriften die zum einen saubere Lesbarkeit garantieren und zum anderen ein hohes Maß Persönlichkeit mitbringen. Auch wir konnten uns schon davon überzeugen und berichteten Ende letzten Jahres über ihren Font Katalog. “TypeTogether” erhielten 2007 und 2009 jeweils eine Asszeichnung bei den ED-Awards für ihre Schriften »Karmina« und »Bree«.

Soeben hielt Veronika Burian ihren Vortrag zum Thema »Typografische Kuppelei«, in dem es um die Kombination von verschiedenen Schriftarten und deren Einsatz ging. Bevor man sich für eine Schrift entscheide, solle man zuerst folgende Punkte prüfen:

1. Funktion/Einsatz der Schrift
2. Technische Voraussetzungen und Einschränkungen
3. Ästhetik
4. Ökonomische Faktoren

Anhand vieler Beispiele, zeigte sie auf, welche Schriftkombinationen funktionieren und welche eher nicht. Oft seien optische Größen, Spacing, das Druckverfahren oder auch die Anmutung der eingesetzten Schriftarten verantwortlich dafür, ob ein ästhetischer Plan aufgehe.

Aber nicht nur die Kombination von Schriftarten in der gleichen Größe sei schwierig, sondern vorallem, wenn Text in Hirarchien (z.B. Titel, Untertitel etc.) in unterschiedlicher Größe eingesetzt werde. Eine gute Alternative seien Schriftschnitte aus derselben Familie. Aber auch hier müsse man vorsichtig mit sehr unterschiedlichen Dicken vorgehen.

Insgesamt ein sehr interessanter Vortrag, der von Veronika auch sehr überzeugend gehalten wurde.

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