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Das weltweit erste Museum für Grafik-Design

Eröffnung durch Fons Hickmann m23

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Am 11. Juni 2008 wurde im niederländischen Breda das „Graphic Design Museum” feierlich eingeweiht – das weltweit erste Museum, das sich, auf einer Gesamtfläche von 5.200 qm, ausschließlich dem Grafikdesign widmet. Die von Erik Kessels von „KesselsKramer” kuratierte „European Championship of Graphic Design” (Laufzeit bis September 2008) brachte 11 renommierte europäische Grafikdesigner im Rahmen einer spielerisch vor Ort produzierten Ausstellung zusammen.

Als nationales Museum für Grafikdesign mit internationaler Ausrichtung wurde das Museum von der niederländischen Königin Beatrix eröffnet. Die Königin wurde dabei von Prof. Fons Hickmann begrüßt. Im persönlichen Gespräch konnte Prof. Hickmann der Regentin seinen Ausstellungsbeitrag erläutern. Die Veranstaltung wurde live im Internet übertragen und erhielt große Resonanz in niederländischen und internationalen Medien. 

Fons Hickmann (2.v.l.) im Gespräch mit der niederländischen Königin Beatrix.

Das von Peter Rijntjes geleitete „Graphic Design Museum” ist in einem repräsentativen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert in der Bredaer Altstadt situiert. Neben der in einem Saal für Wechselausstellungen stattfindenden „European Championship of Graphic Design” bietet das Museum in seiner Sammlungsausstellung einen umfassenden, interaktiv gestalteten Überblick über „100 years of Dutch Graphic Design”. Ferner existieren ein für Kinder konzipiertes, experimentelles Grafik Design-Labor, Bibliothek, Buchladen, Café etc.

Das Berliner Studio Fons Hickmann m23 steht seit Jahren, für experimentelles und konzeptionelles Design, das die Grenzen der Disziplinen überschreitet. Prof. Fons Hickmann (Universität der Künste Berlin) und Gesine Grotrian-Steinweg gründeten das Atelier 2001 und zählen seither zu den am häufigsten ausgezeichneten Designern weltweit. Das Studio widmet sich der Gestaltung komplexer Kommunikationssysteme, Corporate Design, Print- und interaktiven Medien.

Fons Hickmann m23 konzipierte einen Beichtstuhl mit der Aufforderung „design your sins”. Hierbei können Besucher der Ausstellung ihre Sünden gestehen, die in Echtzeit zu Plakaten gestaltet werden. Die Plakate werden auf einer Anschlagstafel im Museum angebracht und als „Sins in Progress” durch während der Ausstellungsdauer neu hinzukommende Beichtplakate ergänzt. 


Performance „design your sins“

Aktuelle Informationen zu den einzelnen Ausstellungen und Projekten sowie weitere Fotos der Eröffnung gibt es auf der Webseite des Graphic Design Museum und Werke von Fons Hickmann unter www.m23.de