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Fotoarbeiten von den Kindern aus dem Christoph Schlingensief Operndorf Afrika Burkina Faso

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Unser Bild von Afrika ist zu großen Teilen von Klischees geprägt. Wir kennen die Bilder von Armut und Krieg, von Kindern mit Wasserbäuchen oder die bisweilen von postkolonialer Romantik verbrämten Aufnahmen von Elefanten am Wasserloch.

Die Dortmunder Fotografin Marie Köhler wollte ein anderes Bild von Afrika zeigen – ein Bild ohne Klischee, ohne projizierte Romantik, ohne Augenwischerei. Köhler reiste dafür in das Operndorf von Christoph Schlingensief in Burkina Faso und versuchte, die Kinder für das Fotografieren zu begeistern. Sie greift die Vorstellung von Christoph Schlingensief auf, der das Operndorf als Veranstaltungs- und Lernort für eine afrikanische Kultur verstanden wissen wollte.

Das Buch versammelt eine Auswahl der insgesamt 15.000 Bilder, die während des Projektes entstanden. Sie erzählen eine Geschichte, die von den Menschen und vor allem den Kindern handelt. Die Fotografien der Kinder zeigen einen unverstellten und gerade deshalb beeindruckenden Blick auf den Alltag der Bewohner. Sie erzählen von Gemeinschaft, Freud und Leid, Wohl und Wehe. Die Aufnahmen sind mal erschreckend, dann wieder komisch, sie stimmen nachdenklich und lassen einen sogleich laut auflachen. Sie alle aber nehmen den Betrachter mit auf eine emotionale und faszinierende Reise in ein unbekanntes Afrika. 

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Fotoarbeiten von den Kindern aus dem Christoph Schlingensief Operndorf Afrika Burkina Faso

Herausgeberin, Projektautorin & Kuratorin: Marie Köhler
Gestaltung: Sabine Meyer-Sow
Verlag: Kettler
Veröffentlichung: 2013
Umfang: 160 Seiten
Format: 24 x 28 cm
Sprache: Deutsch
Ausführung: Hardcover mit Leinen und aufmarschiertem Titelbild
ISBN: 978-3-86206-284-3
Preis: EUR 29,90 

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HINTERGRUND

Ein künstlerischer Dialog, der alters-, herkunfts-, sprach- und religionsübergreifend neue, gemeinsame Perspektiven eröffnet. Wir kommunizieren miteinander zumeist durch Sprache. Die Fotografie jedoch eröffnet eine neue Ebene der Kommunikation und der Beschäftigung mit dem eigenen Selbst. Die auf ein Foto gebannte Botschaft, der aus Moment, Motiv und Ausschnitt erschaffene Mikrokosmos, eröffnet einen Raum, in dem der/die junge Fotograf/in dem Betrachter Zutritt zu seinem inneren Erleben gewährt. Kinder und Jugendliche lernen, sich mittels der Sprache der Fotografie den ihnen wichtigen positiven und negativen Aspekten ihrer Umwelt künstlerisch zu nähern.

 

IDEE

Ein Workshop in Burkina Faso, bei dem jedes Kind mit der eigenen Kamera vier Monate lang intensiv arbeitet. Vier Monate lang arbeiten die Kinder umfangreich an ihrem eigenen künstlerischen Ausdruck. Das Umfeld wird vom Makro- bis in den Mikrokosmos fotografisch durchleuchtet. Nachdem die Kinder die technischen Grundlagen der Fotografie erlernt haben, entwickeln sie eigene Strategien im Umgang mit dem Medium. Die Kamera wird zum steten Wegbegleiter. Dabei sind nicht westliche Gestaltungsparameter Maßstab; es gilt ausschließlich der subjektive, unverstellte Blick der Kinder. Von Anfang an zählt der künstlerische Dialog untereinander. So wird klar, dass nur im Miteinander, im steten künstlerischen Austausch Außergewöhnliches entstehen kann.

  

DAS GEMEINSAME ZIEL

Eine Ausstellung der fotografische Arbeiten. Und ein Fest. Nach der finalen Auswahl und Bearbeitung der Aufnahmen überlegen wir gemeinsam, wie man diese sinnvoll präsentiert. Jedes Kind entwickelt in einem künstlerischen Prozess, was es wie anderen zeigen und wie genau es sich seiner Umwelt mitteilen möchte.

 

STICHWORT: NACHHALTIGKEIT

Erst Afrika. Dann Deutschland. Und dann wieder Afrika. Wichtiges Anliegen meines Projektes ist es, dass am Ende, neben den gemeinsam geschaffenen Arbeiten, auch die über den künstlerischen Prozess erlangten Erfahrungswerte sichtbar, vermittelbar und nachvollziehbar gemacht werden. Die wertvollen, frischen Sichtweisen der Kinder im Operndorf sollen nach der Premiere in Afrika durch verschiedene Ausstellungsorte in Deutschland wandern. Die unverbrauchte, unvoreingenommene Perspektive auf die Lebenswirklichkeit der Burkinabe soll so Einzug halten in die Prägung der europäischen Ikonographie des schwarzen Kontinentes.

fotoworkshop-operndorf.de
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