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Nach Mailand und Köln nun in Karlsruhe

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Über 50 Designobjekte, die in den vergangenen Jahren im Fachbereich Produktdesign der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) entstanden sind, werden in der Sonderausstellung „Design: kkaarrlls! Perspektiven für den Hausrat von morgen“ im Museum beim Markt gezeigt. Die Ausstellung wird heute eröffnet und kann bis zum 8. Januar 2012 besucht werden. Beim gestrigen Pressegespräch konnte ich ein paar erste Eindrücke gewinnen.

Alle 39 „kkaarrlls“-Designer, allesamt Studierende und Absolventen der HfG, haben einen eigenen Stil, aber doch eine Gemeinsamkeit: Sie haben einen starken konzeptionellen Ansatz, zeigen ein neues Verständnis für das jeweilige Produkt und seine ursprünglichen Funktionen. Einige der Arbeiten – darunter Vordiplom-, Diplomarbeiten und erste Arbeiten nach dem Studium – wurden bereits auf den Möbelmessen in Mailand und Köln vorgestellt, wo sie große Aufmerksamkeit erlangt haben. Jetzt werden sie mit der Ausstellung auch dem Karlsruher Publikum präsentiert.

Volker Albus, Prorektor und Leiter des Fachbereichs Produktdesign an der HfG, freut sich, die Edition „kkaarrlls“ erstmals in Gänze ausstellen zu dürfen, bei dem die Hochschule über das Studium hinweg mit den Studierenden kooperiert und hilft, Kontakt zu Unternehmen herzustellen. „Zum Teil sind die Arbeiten mit einem hohen finanziellen Engagement verbunden“, sagt er. „Teilweise scheint es vielleicht, dass die Arbeiten sehr experimentell und futuristisch sind. Aber: Man darf nicht vergessen, dass es ein Hochschulprojekt ist.“ Die Studierenden sollten beobachten, wie „wir überhaupt leben“. Denn: Lebensgewohnheiten verändern sich. Albus erklärt: „Designer müssen die Entwicklung auf einen Nenner bringen.“ Einige der Produkte seien bereits in Produktion, andere seien von Natur aus als Einzelobjekte produziert worden.

Mit Projekten wie diesen lernen die Studierenden Eigeninitiative zu übernehmen. „Wir fordern die Studierenden auf, eigenständig zu arbeiten. Das ist ein wichtiges Merkmal der Lehre an der HfG“, sagt Stefan Legner, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HfG.

Die Kuratorin der Ausstellung, Heidrun Jecht, hat einige der Arbeiten bereits bei der Sommerloch-Ausstellung gesehen. Auffällig sei die hohe Qualität und der Eindruck, den die Arbeiten hinterließen. „Bei den Ausstellungen wird man einige Produkte finden, die später einmal eine Berechtigung in der Möbelgeschichte haben werden.“ Sie sagt: „Das Museum schlägt mit der Ausstellung drei Fliegen mit einer Klappe.“ Hier meint sie den regionalen Bezug, dass es Designobjekte sind und auch zeitgenössische Objekte, die unabhängig von den anderen Arbeiten der Ausstellung funktionieren würden.

Der Ausstellungskatalog, der von Thomas Mayfried und Swantje Grundler gestaltet wurde, ist zweisprachig – links auf der weißen Seite englisch, rechts auf der gelben Seite deutsch. Die Fotos wurden durchweg in 4c gedruckt, auch auf dem gelben Papier. Das Logo auf dem Cover hat einen partiellen Lack, was in Kontrast steht zu dem kartonartigen, schweren Umschlag. Erschienen ist der Katalog im Info Verlag, gedruckt wurde er bei der Druckerei Engelhardt und Bauer.

(Bei einem Teil der ersten Auflage wurden Vorder- und Rückseite des Einbands vertauscht, sprich: das Logo des Badischen Landesmuseums ist auf dem Titel, das Logo der kaarrlls-Edition auf der Rückseite. Ich habe eine solche Ausgabe. Vielleicht wird der Fehldruck ja mal etwas wert?)

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