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Paint Club

Interaktive Plattform für weltweite Bewegung

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Die Agentur CROMATICS aus Dresden startete ein ehrgeiziges Projekt – den “PAINT CLUB”, eine internationale Plattform für Künstler aus der bunten Welt der Urban Art Szene. Talentierte Illustratoren, Grafiker, Comiczeichner und Straßenkünstler bietet der “PAINT CLUB” die Möglichkeit in einem internationalen Wettkampf anzutreten, um ihre Skills zu messen und sich einem breiten Publikum zu präsentieren.

Slanted sprach mit Andreas Schanzenbach von CROMATICS, einer der Mitbegründer des PAINT CLUB. Er stellt uns den Club vor und erzählt wie es überhaupt dazu kam:

– 2007 habt ihr “Secret Wars” in Birmingham kennengelernt. Was ist “Secret Wars” und wie ist der PAINT CLUB daraus entstanden?
Secret Wars ist ein schwarz weißer Zeichenwettkampf aus London der die ersten HipHop-Battles aus Brooklyn Anfang der 70er als Vorbild hat. Wir haben den Gründer Terry Guy bei der Nonpermanent Show von Cutterskink und Lunartik in B’ham kennengelernt. Im November 2007 haben wir dann die ersten beiden Secret Wars Shows nach Berlin und Dresden gebracht. In den letzten zwei Jahren haben wir mit unserer Agentur CROMATICS die Subbrand Secret Wars Germany etabliert und sind mit unserem Konzept der Battle Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz getourt. Als Protagonisten der Urban Art Szene ist es uns wichtig diese Kultur voranzutreiben, deswegen haben wir während der letzten beiden Jahre permanent am Konzept von Secret Wars gearbeitet. Unser Ziel war es das Event zu perfektionieren und noch unterhaltsamer zu machen. Während dieser Zeit haben wir festgestellt, dass Secret Wars und die Urban Art Bewegung im Allgemeinen noch viel Potenzial in sich bergen, daraus entstand der Gedanke die erste weltweite Institution für alle urbanen Künstler ins Leben zu rufen.

– Wie seid ihr auf den Namen “PAINT CLUB” gekommen?
Als Kommunikationsagentur haben wir unser Projekt von Anfang an auf solide Beine stellen wollen. Das heißt nachdem das Konzept und die Inhalte klar waren, gingen wir in ein klassisches Brainwriting mit Hilfe von Mindmeister. Nachdem die Mindmaps gut gefüllt waren, haben wir demokratisch abgestimmt, welche Namen unsere Favoriten sind und am ehesten zur Zielstellung passen. Danach haben wir die Favoriten analysiert und geprüft ob Sie im Netz und im urbanen Raum schon besetzt sind. Die Entscheidung viel letztendlich auf PAINT CLUB und der CD Prozess konnte beginnen. PAINT steht dabei vor allem für die Farbenvielfalt im Urban Art Bereich. Dies war ein wichtiger Schritt für uns und die beteiligten Künstler. Der CLUB soll verdeutlichen, dass es um eine Institution geht und nicht nur um eine internationale Wettkampfplattform. Eben so ähnlich wie ein englischer Gentlemans Club. 

– Eine internationale Plattform auf die Beine zu stellen, die weltweit anerkannt und bekannt werden soll, ist ein sehr ehrgeiziges Projekt. Wie erreicht man das?
Vor allem durch viel Zeit, harte Arbeit, gute Ideen und mit einem stark ambitionierten Team das für dieses Projekt »brennt«. Genauso wichtig sind natürlich die richtigen Partner die uns mit Ihrem Netzwerk und Kompetenzen unterstützen. So ein Projekt kann nur gelingen, wenn man ein klares Ziel hat und entsprechende Mitstreiter findet. Immerhin leisten wir hier ja Pionierarbeit und versuchen die vielen regionalen Ansätze zu verknüpfen. Dies gelingt und natürlich auch mit Hilfe der einschlägigen sozialen Netzwerke auf denen wir präsent sind. Hier suchen wir nach Künstlern, schreiben sie persönlich an und laden sie ein, sich auf der PAINT CLUB Website anzumelden und bei einem der nationalen Wettkämpfe mitzumachen. Außerdem bitten wir sie darum, die Nachricht auch an alle kreativen Köpfen die sie kennen weiterzuleiten, schließlich kennen sie die Szene in ihrem Land besser als wir. So ist es eine Mischung aus fleißiger Recherche, Schreibarbeit und Mund-zu-Mund-Propaganda, die ja bekanntlich die beste Werbestrategie ist. Weiterhin rekrutieren wir in den jeweiligen Ländern Partner, die sich in der Urban Art Szene gut auskennen und ihren jeweiligen Länder-Blog pflegen. Dabei geht es aber nicht nur darum über den PAINT CLUB zu berichten, sondern mit Hilfe von unserem PAINT CLUB Pointer auch auf alle anderen wichtigen Themen im Urban Art Bereich zu berichten. 

– Am 27.05.2010 fand in München das National Final des PAINT CLUB Germany statt. Welche anderen Länder sind denn schon im PAINT CLUB aktiv?
Vor München fand ein nationaler Ausscheid für Österreich auf der HipHopConnection in Wien statt. Im Juli holen wir die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen gemeinsam ins Boot und im August Tschechien. Weiterhin sind Italien, Polen, Holland und die Schweiz nahezu bestätigt. Für dieses Jahr wollen wir es bei den 8 Ländern belassen. Im nächsten Jahr werden wir aber definitiv auch außerhalb von Europa agieren. Unser ambitioniertes Ziel ist es auf allen Kontinenten mindestens ein Teilnehmerland zu haben. Wir haben bis heute Kooperationsanfragen aus Amerika, China, Südafrika, Japan, Australien und weiteren Ländern erhalten.

– Wie viele Künstler sind dem PAINT CLUB schon beigetreten?
Bis jetzt haben 64 Künstler aktiv an PAINT CLUB Veranstaltungen teilgenommen. Beworben haben sich natürlich weit mehr, erfreulicher Weise auch für andere Länder die wir im Moment noch nicht mit aufgenommen haben. Aber das ist ja genau das was wir wollen, denn dies kann ja auch ein Indikator dafür sein, welches Land man für die Expansion bevorzugen sollte. Außerdem planen wir auch ständig zusätzliche Events neben den internationalen Wettkämpfen. 

– Was ist der Preis mit dem am Ende der Wettkämpfe der internationale Sieger gekürt werden wird?
Für den nationalen Titel erhält das Gewinnerteam MOLOTOW One4All Lackmarker, eine exklusive PAINT CLUB Lederjacke von New Yorker mit einer fetten Logostickerei auf dem Rücken im Stil von “The Warriors”, eine Ticcolo Trenduhr, sowie milden HELD Vodka aus Berlin. Außerdem qualifiziert sich das Gewinnerteam automatisch für den internationalen Wettkampf und wird von uns zum großen Finale in Berlin eingeladen. Auch hier winken neben Ruhm und Ehre weitere Preise, sowie eine bezahlte Auftragsarbeit durch einen unserer Partner. Mehr darf ich aber leider im Moment noch nicht verraten.