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Type the sky

Semesterarbeit von Lisa Rienermann, Uni Duisburg-Essen

Autor:

Lisa erzählt uns was über ihre prämierte Arbeit „Type the Sky“: Angefangen hat es mit dem „Q“.

Ich war in einer Art Innenhof in Barcelona, guckte nach oben und sah Häuser, den blauen Himmel und Wolken. Beim längeren hingucken formte sich der von den Häusern eingeschlossene Raum zu einem „Q“. Das Bild von Straßenschluchten, die dem Himmel im Zwischenraum eine Form geben, fand ich so schön und spannend, dass ich anfing, auf Buchstabensuche zugehen. Wenn mir ein „Q“ begegnet, können doch auch die anderen Buchstaben nicht so schwer zu finden sein. Und suchte ich mir so—wochenlang nur nach oben schauend– Stück für Stück alle Buchstaben des Alphabets zusammen.
Majuskeln und Minuskeln hab ich gemischt um es nicht noch schwerer zu machen. Zugegeben etwas Photoshop war auch dabei. Wobei die absurdesten Buchstaben gar nicht zusammengebaut sind, wie das Q und das K.

Mit den Fotos hab ich versucht, eine Form der Präsentation zu finden, die sich von außen nach innen aufbaut. Der Schuber zeigt ein großes “X“, welches wie ein gr0ßes Kreuz einen Punkt im Himmel, —und oder auch im Innern des Schubers markiert. Auf dem Cover ist dann der bewölkten Himmel ohne begrenzende Mauern und auf der Rückseite ein großes „!“ zu sehen. Diese Bilder wirken aber aus dem Zusammenhang genommen abstrakt.

Im Inneren des Booklets wird es dann konkreter und man sieht eine Übersicht des Alphabets auf der linken Seite. Die Buchstaben, die alleine vielleicht noch zusammenhanglos wirken, werden im Ganzen betrachtet sofort logisch. Auf der rechten Seite des Booklets findet man eine Tasche, in der ein zusammengefaltetes Poster steckt. Beim Auseinanderfalten gruppieren sich die Buchstaben dann langsam zu Worten. Look, you, will… Und letztendlich ergeben sie eine Frage: „Will you look at me?“. In dem der Betrachter den letzten Teil des Posters auffaltet, beantwortet er sogleich die Frage des Posters. „Will you look at me? Yeah!“

Das Projekt ist eine freie Semesterarbeit im Fach Typographie an der Universität Duisburg-Essen.“