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TYPO Berlin, Tag 1, 14 Uhr, Charles Landry

Bürgerstädte in Nomadenwelten

Den diesjährigen Eröffnungsvortrag der TYPO Berlin hält der englische Redner, Autor und Berater Charles Landry. In seiner Präsentation mit dem Titel »Bürgerstädte in Nomadenwelten« spricht er über die Neugestaltung der Welt und ihrer Ordnung durch die großen Bewegungen unserer Zeit – Menschen, Waren, Fabriken, Ideen. Unsere Gesellschaft steht durch die Digitalisierung zunehmend unter Druck »Jederzeit, Überall, Irgendwo« präsent zu sein. Doch wie kann man den Hunger nach Zugehörigkeit, Besonderheit und Identität wieder stillen.

Seine Zentrale Frage ist: Wo gehen wir hin, wenn alles in Bewegung ist? Wie beeinflussen wir die Städte, wie sie heute sind und wie beeinflussen uns die Städte wiederum. In Städten geht es um Austausch und Begegnungen, um Inspiration. Die Welt bewegt sich, die Städte sind voller Bewegungen, nicht nur territorial sondern auch politisch. Die unterschiedlichsten Menschen kommen zusammen, mit den unterschiedlichsten Zielen und Wünschen. Tourismus, das Wetter, Aus- und Einwanderer, alles ist in Bewegung.

Die Städte suggerieren unterschiedlich, gar exotisch zu sein, doch werden sie alle durch die Supermächte unserer Zeit dominiert. Coca Cola, McDonalds und Starbucks sind omnipräsent und dominieren unsere Städte. Die Welt hat sich dramatisch verändert. Unser größter Hotelanbieter, Air BnB, hat keine eigenen Hotels, unser größter Taxianbieter, Uber, hat keine eigenen Taxis und der größte Medienkonzern, Facebook, generiert keine eigene Inhalte. So wie wird also unsere Zukunft sein? Genau wie die Gegenwart? Wie kannst du dein bestes Selbst werden in der Umgebung in der du lebst. Kreativität ist erneuerbar aber Herkunft ist nicht erneuerbar. Abschließend sagt er, dass wir vom »Nein, weil« Denken zu einem »Ja, wenn« Denken wechseln müssen.