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In Gedenken an den König und Narr: Kurt Weidemann 1922-2011

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Heute hat es die Stuttgarter Zeitung gemeldet: »Der einflussreiche Grafikdesigner Kurt Weidemann ist gestern im elsässischen Sélestat gestorben.«. Der Mann, der auch im hohen Alter seinen Beruf noch liebte und vorallem lebte, ist verstorben und wird eine große Lücke hinterlassen.

Der Tod von Kurt Weidemann trifft mich persönlich sehr. Ich habe seine Arbeit immer als sehr wichtig erachtet und er war für viele ein großes Vorbild. Im Januar habe ich auf der Stuttgarter Kalenderschau hinter ihm gesessen und er hat mir seine Platzkarte geschenkt. So sind wir ins Gespräch gekommen. »Sag doch einfach Kurt zu mir«, lächelte er mich an.

Er lud mich in sein Atelier ein. Am 17. März habe ich das letzte Mal mit ihm telefoniert, um die Einladung wahrzunehmen. Er sagte zu mir: »Wie ist’s in einer Stunde?« – doch das war mir zu kurzfristig. Er meinte, ich solle mich einfach nochmal melden, weil er auf Rückmeldung zu diversen Projekten warte, er sich aber sehr über meinen Besuch freuen würde. Seitdem rief ich tagtäglich bei ihm an, konnte ihn aber leider nicht erreichen.

Jetzt ist es traurige Gewissheit, dass ich ihn nicht mehr besuchen und mich mit ihm unterhalten kann. Was bleibt, sind viele Erinnerungen und große Dankbarkeit.

Informationen zu Kurt Weidemanns Schaffen und seiner Person, findet man in großer Menge im Internet oder gebündelt als besonders empfehlenswerte Kurt Weidemann Edition: König und Narr von Chris Schaal. Auch sehr hörenswert: Das Hörbuch »Sehr verehrte Damen, meine Herren«.

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