depatriarchise design *!Labs!*

Autor: depatriarchise design

Die Gestaltungsdisziplin ist eng verknüpft mit den patriarchalen Strukturen unserer Gesellschaft. Der Initiative depatriarchise design geht es darum, diese Beteiligung des Design an der Reproduktion unterdrückender Systeme aus intersektional feministischer Perspektive zu untersuchen und Visionen für mögliche Zukünfte zu entwerfen.

depatriarchise design stellt nun eine Workshopreihe auf die Beine, deren drei erste Events in Basel stattfinden werden. In den depatriarchise design *!Labs!* können Teilnehmer*innen Gestaltung aus feministischen Perspektiven erkunden, Gleichgesinnte finden und praktische Werkzeuge für die eigene tägliche Designpraxis entwickeln. Jedes *!Lab!* ist ein Bildungsexperiment, das versucht etablierte Formen des Unterrichtens, Lernens, Produzieren und Ausstellens im Design zu hinterfragen. Die *!Labs!* sind Orte für Dialog, persönliche Ausdrucksfähigkeit, Fürsorge und das Verlernen von unterdrückenden Denk- und Verhaltensmustern.

depatriarchise design *!Lab!* – Position Yourself. Design Visions
mit depatriarchise design – Anja Neidhardt und Maya Ober
9. Feb 2019, 10—17h, SP!T – Raum für queerfeministische Anliegen und Praxen
Wie positionierst du dich innerhalb des Designfelds? In diesem Workshop geht es darum, gemeinsam Visionen für verschiedene Designpraktiken zu entwerfen. Nach dem Lesen des Texts „Made in Patriarchy“ (1986) von Cheryl Buckley und „Design and Intersectionality“ (2016) von Ece Canli und Luiza Prado werden wir den gegenwärtigen Stand der Designdisziplin und unsere Rollen in ihr diskutieren. Durch Zeichnen und Schreiben werden wir uns diverse Zukünfte für unsere Designpraktiken vorstellen.

depatriarchise design *!Lab!* – Whose “Real World?” Papanek and the Politics of Display
mit depatriarchise design – Anja Neidhardt und Maya Ober
9. März 2019, 10—17h; SP!T – Raum für queerfeministische Anliegen und Praxen, Erlenstrasse 44, Basel; Vitra Design Museum, Weil am Rhein
Design ist politisch. Diese Aussage steht im Mittelpunkt einer aktuellen Ausstellung des Vitra Design Museums, die sie mit Blick auf die Arbeit von Victor Papanek diskutiert. Wir werden eine Exkursion nach Weil am Rhein durchführen, um herauszufinden welche Inhalte in „Victor Papanek: The Politics of Design“ wie vermittelt werden, aber auch um zu untersuchen inwiefern das Museum die hochgehaltenen Werte in die Ausstellungsgestaltung selbst übersetzt.

depatriarchise design *!Lab!* – Gender Disbalance as Edible Statistics
mit common-interest – Corinne Gisel und Nina Paim
6. April 2019, 13—19 Uhr
Unternehmen Mitte, Gerbergasse 30, Basel
Nach einer Einführung Statistik, Infografik, Pizza und Politik, werden wir gemeinsam die Geschlechter-(ungleich-)verteilung letztjähriger Designausstellungen und -auszeichnungen der ganzen Welt analysieren. Unsere statistischen Erkenntnisse übersetzen wir in Diagramme und backen sie als echte Pizzen im Unternehmen Mitte. Der Tag wird in einem gemeinsamen Abendessen münden, bei dem die Öffentlichkeit zum Pizzaessen und Politiksprechen eingeladen wird.

Die visuelle Identität der *!Labs!* wurde von Nina Paim und Corinne Gisel von common-interest entworfen. Für jeden Workshop wird eine andere Schrift, immer von einer Frau gestaltet, ausgewählt und erworben. Dadurch, dass jeder Workshop eine eigene Identität bekommt, wird die gesamte visuelle Identität der depatriarchise design *!Labs!* zu einem vielfältigen Set verschiedenster Positionen heranwachsen. Gleichzeitig wird die Identität jedes Workshops als Schriftbeispiel funktionieren, das aufstrebende Namen bekannter macht und damit zu einem feministischen Werkzeug von und für Grafikdesign wird.

Kostenfreie Teilnahme. Bitte anmelden via E-mail